Süßwaren, Kaffee, Tee

Bekannte Süßwaren-Hersteller insolvent – wie geht es mit den Filialen weiter?

Die drei bekannten Händler haben nun Insolvenz angemeldet: Wer Süßes, Kaffee oder Tee sucht, kennt Hussel, Arko und Eilles. Wie geht es in den Filialen weiter?

Hamm - Insolvenzen und kein Ende. Nun hat es große und bekannte Süßwaren- und Teefirmen getroffen: Hussel, Arko und Eilles. Alle drei Händler gehören zur Deutschen Confiserie Holding (DCH) mit Sitz in Wahlstedt (Schleswig-Holstein). Von der Insolvenz sind mehr als 300 Filialen in Deutschland betroffen.

Insolvenz bei Hussel, Arko und Eillies: Was wird aus den Filialen?

Wer in Innenstädten und Einkaufsgalerien moderner Prägung nach Süßigkeiten wie Schokolade oder Pralinen, nach Tee oder Kaffee sucht, kennt die Filialen von Hussel, Arko und Eilles. Allein Hussel - gegründet 1949 im westfälischen Hagen und 2018 an die Arko-Gruppe verkauft - hat in Nordrhein-Westfalen in fast jeder größeren Stadt Standorte*, darunter:

* kein Anspruch auf Vollständigkeit

Nun ist die Hussel GmbH ebenso wie die Arko GmbH und die J. Eilles GmbH & Co. KG in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Am Freitag, 2. Februar, wurde für alle genannten Unternehmen Insolvenz beim zuständigen Amtsgericht Norderstedt angemeldet (Aktenzeichen 66 IN 27/24, 66 IN 26/24 beziehungsweise 66 IN 28/24). Nach Angaben des offiziellen Portals „Insolvenzbekanntmachungen“ ist der Hamburger Rechtsanwalt Dietmar Penzlin zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt worden.

Zweite Insolvenz bei Hussel, Arko und Eillies seit 2021

Nach einem Bericht der Wirtschaftswoche arbeiten insgesamt rund 1200 Beschäftigte bei Hussel, Arko und Eilles. Ihre Löhne und Gehälter sind für drei Monate über das Insolvenzgeld gesichert. Für sie ist nicht der erste Insolvenz-Schock. Bereits 2021 hatten die Unternehmen als Folge der Corona-Krise eine Insolvenz in Eigenregie beantragt und sich letztlich retten können. Ob nun Entlassungen drohen wie beim Telekommunikationsriesen Gigaset aus dem Münsterland, Schließungen von Filialen oder womöglich gar nichts davon, ist unbekannt.

Der Einzelhandel kämpft seit Monaten mit der schlechten Konsumstimmung im Land. Mit dem bekannten Gläserhersteller Ritzenhoff aus Marsberg hat kürzlich ein weiteres Traditionsunternehmen einen Insolvenzantrag gestellt. Den selben Schritt gingen der Schmiernippel-Weltmarktführer Umeta aus Bielefeld und die Modekette Wormland. In Hagen schließt mit Westfalia ein bekannter Fachmarkt.

Rubriklistenbild: © Julian Witzel

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