Im Schutzschirmverfahren

Wormland meldet Insolvenz an – so geht es jetzt mit den Filialen weiter

Die Modekette Wormland hat eine Insolvenz im Schutzschirmverfahren beantragt. Wie geht es mit den Filialen weiter? Das Unternehmen hat klare Pläne.

Hamm - Die Modekette Wormland hat am Freitag, 12. Januar, beim Insolvenzgericht Hannover einen einen Antrag auf Insolvenz im Schutzschirmverfahren gestellt. Als Grund für die finanzielle Schieflage werden Kostensteigerungen bei Mieten, Energie, Logistik und Personal genannt.

Wormland stellt Insolvenzantrag – wie es jetzt mit den Filialen weiter geht

Wormland betreibt in Deutschland insgesamt 12 Filialen in zehn Städten an folgenden Standorten:

Wormland hat deutschlandweit 12 Filialen – wie hier am Westenhellweg in Dortmund.

Die Modekette teilt mit, dass der Betrieb in den zwölf Filialen – drei davon in NRW – aufrecht erhalten werde. Die 400 Beschäftigten erhalten in den nächsten drei Monaten Insolvenzgeld von der Agentur für Arbeit. Der Abschluss des Schutzschirmverfahrens ist für den Sommer geplant, heißt es.

Wormland

Theo Wormland gründete das Unternhemen 1935 in Hannover und galt als „Avantgardist der Herrenmode“. Heute betreibt Wormland 12 Filialen in Deutschland. Die Modekette hat zwei Store-Konzepte. Wormland und Theo. Während Wormland nach eigenen Worten für „einen smarten, selbstbewussten und exklusiven Style“ steht, ist es bei Theo ein „lässiger, rockiger und cooler Urban-Style im Bereich Jeans- und Casualwear“.

Wormland will seine Kunden auch künftig „stilvoll überraschen und inspirieren“

Der Schutzschirm ist ein gerichtliches Restrukturierungsverfahren aus dem deutschen Insolvenzrecht. Damit kann das Unternehmen die zur Restrukturierung und Sanierung erforderlichen Maßnahmen gezielt in eigener Verantwortung erarbeiten und kurzfristig umsetzen – jedoch unter Aufsicht eines gerichtlich bestellten vorläufigen Sachwalters. Dies sind im Falle der Theo Wormland GmbH und Co. KG der Rechtsanwalt Torsten Gutmann.

Die Geschäftsführer Tim Kälberer, Bernd Sölter und Peter Wolff „wollen auch zukünftig unsere Kunden stilvoll überraschen und inspirieren, sei es digital oder mit unserem kundigen Personal“, heißt es in der Mitteilung des Unternehmens.  

Erst wenige Tage zuvor hatte Deutschlands letzter verbliebener Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof erneut Insolvenz angemeldet.

Rubriklistenbild: © Anja Cord/Imago

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