Verdachtspunkt

Bombenverdacht in Münster: Entscheidung über Evakuierung gefallen

Bombenverdacht in Münster: In direkter Nähe zu einer wichtigen Bahnstrecke wurde ein Blindgänger unter der Erde vermutet. Es gibt Entwarnung.

Update vom 24. August, 9.40 Uhr: Entwarnung in Münster: Wie die Feuerwehr über den Kurznachrichtendienst X (ehemals Twitter) mitteilt, wurde an der Verdachtsstelle am Gerstkamp keine Bombe gefunden. Am Bahndamm sei lediglich „ziviler Schrott“ freigelegt worden. Damit ist logischerweise keine Entschärfung und folglich auch keine Evakuierung nötig.

[Erstmeldung] Münster - Nahezu täglich werden in den Städten in NRW Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg unter der Erde gefunden. Auch in Münster kommt es regelmäßig zu Überprüfungen von sogenannten Verdachtspunkten. Als Garnisons-, Verwaltungs- und Handelsstadt mit bedeutender Infrastruktur stellte Münster seinerzeit ein lohnendes Ziel für Bomben-Angriffe dar. Jetzt gibt es wieder einen Bombenverdacht in der Universitätsstadt.

Bombenverdacht in Münster: Wichtige Bahnstrecke liegt in möglicher Sperrzone

Wie die Stadt mitteilt, haben Kampfmittelüberprüfungen am Gerstkamp südlich des Düesberg-Parks Hinweise auf einen möglichen Blindgänger ergeben. Der Verdachtspunkt soll demnach am Donnerstag, 24. August, freigelegt werden. „Ob eine Entschärfung und damit auch eine Evakuierung im Umfeld erforderlich ist, wird sich erst nach der Öffnung des Verdachtspunktes klären“, so die Stadtverwaltung.

Möglicher Evakuierungsbereich im 250-Meter-Radius um den Verdachtspunkt am Gerstkamp.

In einem möglichen Evakuierungsradius von 250 Metern um den Verdachtspunkt liegen die Bahnstrecke Münster - Lünen und die Güterumgebungsbahn. Sollte tatsächlich eine Bombe unter der Erde gefunden werden, müsste die wichtige Zugverbindung zwischen Ruhrgebiet und Münsterland, die in Zukunft übrigens zweigleisigen ausgebaut werden soll, gesperrt werden.

Möglicher Blindgänger in Münster – Sondierungsarbeiten am 24. August

Vorsorglich richte die Stadt eine Betreuungsstelle am Messe und Congress Centrum Halle Münsterland ein, heißt es weiter. Im Falle einer Evakuierung gebe es einen Transport per Busshuttle für Betroffene.

Die Stadt Münster weist darauf hin, dass Verwaltung und Feuerwehr- die Bevölkerung im Fall eines Bombenfundes und der daraus resultierenden Evakuierung und Sperrungen unter anderem über die Warn-App NINA informieren.

Sprengstoff, Zünder und Bomben – zu Besuch beim Kampfmittelräumdienst

Karl-Friedrich Schröder vom Kampfmittelräumdienst hat wa.de-Reporter Marvin K. Hoffmann die verschiedenen Zünder und Bomben erklärt. Sein Team und er entschärfen nahezu täglich in NRW Blindgänger aus dem 2. Weltkrieg.
Karl-Friedrich Schröder vom Kampfmittelräumdienst hat wa.de-Reporter Marvin K. Hoffmann die verschiedenen Zünder und Bomben erklärt. Sein Team und er entschärfen nahezu täglich in NRW Blindgänger aus dem 2. Weltkrieg.
Karl-Friedrich Schröder vom Kampfmittelräumdienst hat wa.de-Reporter Marvin K. Hoffmann die verschiedenen Zünder und Bomben erklärt. Sein Team und er entschärfen nahezu täglich in NRW Blindgänger aus dem 2. Weltkrieg.
Karl-Friedrich Schröder vom Kampfmittelräumdienst hat wa.de-Reporter Marvin K. Hoffmann die verschiedenen Zünder und Bomben erklärt. Sein Team und er entschärfen nahezu täglich in NRW Blindgänger aus dem 2. Weltkrieg.
Sprengstoff, Zünder und Bomben – zu Besuch beim Kampfmittelräumdienst

Ende Juli drohte in Münster eine sehr aufwendige Evakuierung: Am Stadthafen herrschte Bombenverdacht, unter anderem die Stadtwerke und Stadtnetze sowie das Heizkraftwerk wären betroffen gewesen. Am Ende wurde kein Blindgänger gefunden, sondern lediglich ein leerer Großbehälter für sogenannte Stabbrandbomben. Ende Juni bestätigte sich hingegen ein Verdachtspunkt, im Mauritzviertel wurden gleich zwei 250-Kilo-Fliegerbomben entschärft.

Rubriklistenbild: © ibR Geoinformation/Stadt Münster

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