Verdachtspunkt am Mittelhafen
Möglicher Blindgänger: Keine Entschärfung und Evakuierung am Stadthafen in Münster
Bombenverdacht in Münster: Am Mittwoch, 26. Juli, wurde geprüft, ob es zu einer Entschärfung eines Blindgängers am Mittelhafen kommt. Das war nicht nötig.
Münster - In Münster (NRW) besteht erneut der Verdacht eines möglichen Blindgängers. Der Verdachtspunkt am Mittelhafen wurde am Mittwochvormittag, 26. Juli, freigelegt. Laut Aussage der Feuerwehr wurde gegen 11.30 Uhr geprüft, ob es sich wirklich um eine Bombe handelt - und ob es damit auch zu einer Entschärfung und Evakuierung kommt. Erst kürzlich gab es einen Blindgängerverdacht in Münster, der letztlich nicht bestätigt wurde. Eine Evakuierung des Bahnhofs war daher nicht notwendig.
Keine Entschärfung und Evakuierung am Stadthafen in Münster
Nun die Gewissheit: Laut Aussage der Feuerwehr wurde keine Bombe gefunden. Lediglich ein leerer Großbehälter für sogenannte Stabbrandbomben wurde entdeckt, dies ist jedoch nicht gefährlich. Damit wurde auch eine Entschärfung nicht nötig und es kommt zu keiner Evakuierung in Münster. Die Maßnahme ist damit beendet.
Bevor die Stadt mit der Freilegung begann, musste eine Gashochdruckleitung auf dem Betriebsgelände der Stadtwerke entleert, und abgesperrt werden. Die verbliebene Restmenge Gas muss vorher mit einer Gasfackel auf dem Betriebsgelände verbrannt werden. Dieser Vorgang der Stadtwerke begann bereits am Samstag, 22. Juli. Auf die sichere Energieversorgung in Münster haben diese Maßnahmen keine Auswirkungen.
Möglicher Blindgänger in Münster – Evakuierung des Stadthafens möglich
Hätte sich der Verdacht bestätigt und die Bombe vom Kampfmittelräumdienst entschärft werden gemusst, wär es zu einer Evakuierung im Bereich mit einem Radius von 250 Metern gekommen. Darunter fiele auch das Stadthaus 3 der Stadt Münster, die Stadtwerke und Stadtnetze, das Heizkraftwerk, die Halle Münsterland sowie mehrere Parkhäuser. Auch der Stadthafen 1 hätte in dem Fall einer Entschärfung nicht genutzt werden dürfen.
Im Stadthaus 3 sind das Kundenzentrum Planen und Bauen und die Energieberatung der Verbraucherzentrale daher am 26. Juli geschlossen. Sollte evakuiert werden, müsste auch der Albersloher Weg für den Verkehr gesperrt werden.
Sprengstoff, Zünder und Bomben – zu Besuch beim Kampfmittelräumdienst




Möglicher Blindgänger in Münster – Betreuungsstelle für Anwohner
Im Fall der Evakuierung gibt es eine Betreuungsstelle für Anwohner. In der Sporthalle der Overbergschule in der Margartenstraße können Betroffene unterkommen – ein Shuttle dorthin würde an der Haltestelle Stadtwerke/Hafen zur Verfügung stehen.
Möglicher Blindgänger in Münster – Besondere Sicherheitsvorkehrungen
Auf den Betriebsgelände der Stadtwerke sind wegen des Blindgängerverdachts vorsorgliche Maßnahmen eingeführt worden. Zum Schutz des Kraftwerks und der Verbundleitstelle wird unter anderem rund um den Verdachtspunkt ein Splitterschutz mit wassergefüllten Containern errichtet.
Blindgänger aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg werden beinahe täglich gefunden. Wer im Garten oder auf einer Baustelle einen Blindgänger findet, muss wichtige Regeln beachten. Die Bombe könnte zur tödlichen Gefahr werden, denn je länger die Bomben im Erdreich liegen, desto gefährlicher werden sie.
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