Blindgängerfunde
Viele Bombenfunde in Münster: Darum wurde die Stadt im Zweiten Weltkrieg beschossen
Blindgänger werden oft in Städten in NRW gefunden. Immer wieder ist auch Münster betroffen. Doch wieso wurde die Stadt im Zweiten Weltkrieg bombardiert?
Münster - Immer häufiger gibt es Freilegungen von möglichen Blindgängern an sogenannten Verdachtspunkten. Beim Fund einer Bombe müssen wichtige Regeln beachtet werden. Denn eine Bombe kann zur tödlichen Gefahr werden. Besonders im Stadtgebiet von Münster wurden in letzter Zeit einige Blindgänger gefunden und entschärft. Eine Freilegung ist für Mittwoch (26. Juli) im Bereich des Stadthafens geplant. Doch wieso werden in Münster so viele Blindgänger gefunden?
Viele Bombenfunde: Warum Münster im zweiten Weltkrieg beschossen wurde
Die Briten sollen schon frühzeitig erkannt haben, dass Münster als wichtiger Knotenpunkt dient. Denn: Die Stadt liegt am Dortmund-Ems-Kanal und ist somit eine direkte Verbindung zwischen dem Ruhrgebiet, dem Norden und der Mitte Deutschlands. Als Garnisons-, Verwaltungs- und Handelsstadt mit bedeutender Infrastruktur stellte Münster ein lohnendes Angriffsziel dar.
Viele Bombenfunde - „insgesamt 102 Luftangriffe auf Münster“
„Von 1939 bis 1945 fanden insgesamt 102 Luftangriffe auf Münster statt. Innerhalb des Promenadenrings war die Stadt 1945 zu über neunzig Prozent zerstört. Auch in den umliegenden Stadtteilen waren die Schäden erheblich“, erklärt die Stadt Münster in einer Mitteilung zur Ausstellung „Das zerstörte Münster“. Es kamen laut Aussage der Stadt nahezu 1600 Menschen im Laufe dieser Luftangriffe ums Leben.
Laut Stadt sind vor allem die Innenstadt, das Bahnhofs- und das Hafengebiet Angriffsziele gewesen. Das ist Grund dafür, dass viele Blindgänger in der Uni-Stadt gefunden werden.
Laut einer Statistik wurde Münster jedoch nicht so stark bombardiert wie andere Städte in NRW, so zum Beispiel Paderborn. Dennoch sind die Folgen der Bombardierung erheblich. „Die massiven Zerstörungen und die Anhäufen von Ruinen und Trümmern zeigen die Situation, aus der heraus nach dem Ende des Krieges die Stadt erst wieder neu erstehen musste“, heißt es laut Stadt.
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