Süßwarenhändler

Viele Hussel-Standorte in NRW nach Insolvenz-Meldung vorübergehend geschlossen

Hussel in Unna
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„Wir haben vorerst geschlossen“ - Die Hussel-Filiale in Unna (NRW) ist seit Ende Februar dunkel.

Kunden von Hussel stehen seit Ende Februar vor verschlossen Türen: Die Süßwarenkette hat Filialen in vielen Städten in NRW geschlossen. Vorübergehend, wie es heißt.

Hamm - Wer in den Zentren und Einkaufsgalerien größerer Städte nach Süßigkeiten sucht, kennt Hussel. Eben noch schnell in den Laden, Pralinen oder Schokolade als Mitbringsel kaufen. In Unna ist das aktuell nicht mehr möglich. Der Verkaufsraum des renommierten Süßwarenhändlers im schmucken Altstadt-Gebäude ist dunkel, an der Schaufensterscheibe klebt ein Zettel. „Kurzfristiger Frühlingsschlaf“, heißt es, und darunter, in fetten Buchstaben: „Wir haben geschlossen“. Dazwischen steht, durch eine andere Schriftart abgesetzt, ein „vorerst“.

Einige Hussel-Standorte in NRW nach Insolvenz-Meldung „vorübergehend“ geschlossen

Einen solchen Aushang bekommen aktuell nicht nur Kunden in Unna zu sehen. Hussel hat Ende Februar etliche seiner gut drei Dutzend Standorte in Nordrhein-Westfalen geschlossen, und zwar vorübergehend bis zum 31. März, wie eine Unternehmenssprecherin auf Nachfrage von wa.de bestätigte. Folgende Städte sind betroffen:

  • Bad Salzuflen
  • Bonn
  • Bielefeld
  • Castrop-Rauxel
  • Dortmund (Thier Galerie)
  • Hattingen
  • Hürth
  • Mülheim an der Ruhr
  • Neuss
  • Recklinghausen
  • Solingen
  • Unna
  • Wesel
  • Wuppertal

„Wir bündeln aktuell unsere Kapazitäten im Ostergeschäft, um an den geöffneten Standorten unsere Kundinnen und Kunden mit unserem beliebten Angebot weiterhin begrüßen zu können“, nennt das Unternehmen als Grund für die aktuellen Schließungen von Hussel-Filialen in NRW. Auf den Plakaten, die an betroffenen Läden hängen, wird auf geöffnete Filialen der Süßwarenkette in der Region hingewiesen. Im Falle von Unna sind das Hamm, Iserlohn und Dortmund-Hombruch.

Schließung von Hussel-Standorten vorerst bis Ostern 2024

Hintergrund für die Schließungen sind finanzielle Probleme. Hussel – gegründet 1949 im westfälischen Hagen – gehört wie Arko und Eilles zur Deutschen Confiserie Holding. Für die drei Genussmittelhersteller wurde am 2. Februar ein Insolvenzantrag gestellt. Es war der zweite innerhalb von drei Jahren.

Ob die derzeit geschlossenen Hussel-Filialen in NRW nach Ostern wieder öffnen, lasse sich zum „aktuellen Zeitpunkt nicht beantworten“, sagt die Unternehmenssprecherin. Klarheit wird es wohl erst durch das weitere Insolvenzverfahren geben.

Der Einzelhandel kämpft seit Monaten mit der schlechten Konsumstimmung im Land. Mit dem bekannten Gläserhersteller Ritzenhoff aus Marsberg hat kürzlich ein weiteres Traditionsunternehmen einen Insolvenzantrag gestellt. Den selben Schritt gingen der Schmiernippel-Weltmarktführer Umeta aus Bielefeld und die Modekette Wormland. In Hagen schließt mit Westfalia ein bekannter Fachmarkt.

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