Kultkneipe "Louis" schon wieder vor dem Aus

Hartmut Weiß (Mitte) übergab im August 2011 das Louis an Norbert Richter (links) und Ghaleb Eid.
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Hartmut Weiß (Mitte) übergab im August 2011 das Louis an Norbert Richter (links) und Ghaleb Eid.

HAMM - Seit zwei Jahren betreiben Norbert Richter und Ghaleb Eid das „Louis“ in der Oststraße - nun steht ihr Engagement schon wieder vor dem Ende. Die Gaststätte, die seit Jahren so etwas wie Kultstatus in Hamm genießt, soll schnellstmöglich abgegeben werden.

Das bestätigte Gastronom Norbert Richter im Gespräch mit dem Stadtanzeiger. Gemeinsam mit seinem Partner Ghaleb Eid hatte der 48-jährige

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Rinkeroder versucht, parallel zum Louis in Kamen einen weiteren Gastronmomiebetrieb aufzubauen und war damit gescheitert. Das Café-Restaurant musste schon bald wieder schließen und steht bei laufenden Pachtverträgen bis heute leer. Ein Nachfolger fand sich bisher nicht.

Das Kamener Abenteuer hatte für Richter und Eid gravierende Folgen, denn die finanzielle Belastung ist erheblich – und führt nun dazu, dass Richter, der als Investor fungierte, während Ghaleb Eid die Geschäftsführung inne hatte, sich nun auch vom „Louis“ trennen muss, für das ein Kooperationsvertrag mit der „Bitburger“-Brauerei besteht.

Leicht fällt dem Unternehmer, der im Münsterland eine Karosseriebau-Werkstatt betreibt, nicht. „Ich stehe voll und ganz hinter dem Laden. Das Louis ist urig und kultig und hat sich als Anlaufstelle für viele interessante Leute etabliert“, sagt Richter, dem nach eigener Aussage auch „das Hammer Volk“ sehr ans Herz gewachsen ist.

Dem Vernehmen nach hat es bereits Gespräche mit Hartmut Weiß und Jutta Elbers gegeben, die das „Louis“ aufgebaut haben, bevor sie sich 2011 in Bergkamen vergrößern wollten und schon nach sieben Monaten das Handtuch werfen mussten. Beide sind inzwischen ins „normale“ Berufsleben zurückgekehrt und sollen beim Übernahmeangebot dankend abgewunken haben.

„Dieser Laden braucht einen gestandenen Gastronomen, der idealerweise auch noch Spaß an der Musikszene hat“, sagt Norbert Richter. Mit seinem Partner hat er das kulturelle Konzept des „Louis“ weitergeführt, Konzerte veranstaltet und auch die weithin bekannte monatliche Blues-Session am Leben erhalten.

Wie lange das „Louis“ noch geöffnet bleibt, ist derzeit noch unklar. „Ich möchte die Türen natürlich so lange wie möglich offen halten, denn eine geschlossene Gaststätte sieht für einen möglichen Nachmieter nie gut aus“, sagt Norbert Richter. - tig

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