Neue Pächter für „Louis“ in der Oststraße gesucht

Mroß
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Versuchen ihr Glück demnächst in Bergkamen-Overberge: Jutta Elbers und Hartmut Weiß, die Pächter des „Louis“ in der Oststraße. ▪

HAMM ▪ Am Wochenende feiern Hartmut Weiß und Jutta Elbers das fünfjährige Bestehen ihres „Louis“ in der Oststraße. Im Herbst ist allerdings Schluss. Die Pächter übernehmen eine Gaststätte in Bergkamen-Overberge.

Mit einer eigenen Mannschaft werden sie am Samstag traditionell beim Drachenbootrennen in See stechen und anschließend in der nicht nur wegen der monatlichen Blues-Sessions zur Kultkneipe avancierten Gastronomie ein wenig feiern. Zum letzten Mal, denn das sechsjährige Bestehen wird das Paar nicht mehr im „Louis“ erleben – jedenfalls nicht hinter dem Tresen.

Zum Herbst hin, vermutlich im September oder Oktober, werden die beiden Hammer hinter der Stadtgrenze ein neues Domizil beziehen. Das „Haus Schmülling“ in Bergkamen-Overberge, eine Traditionsgaststätte mit einem 250 Personen fassenden Festsaal, in dem in früheren Jahren eine Vielzahl hochkarätiger Blues-Konzerte stattfanden.

„Natürlich fällt uns der Abschied schwer“, sagt das Gastronomenpaar. „Aber wir sind hier an unsere Grenzen gestoßen.“ Seit dem vergangenen Herbst hätten sie an einen Standortwechsel gedacht. Zunächst nur sporadisch, dann aber doch intensiver, als der Kontakt zur Familie Schmülling aufgebaut wurde. Seit wenigen Tagen sei nun am neuen Standort alles in trockenen Tüchern.

Gern wären Elbers und Weiß auch in Hamm geblieben. Für ihr im Lauf der Zeit immer weiter gereiftes Konzept, innenstadtnah Livemusik anzubieten, gebe es eine große Nachfrage. „Aber bei der letzten Blues-Session gab es 40 Beschwerde-Anrufe bei der Polizei“, berichten sie von der schwierigen Lärmsituation.

Ein Nachfolger fürs „Louis“ sei noch nicht gefunden. „Es sollte jemand sein, der den Laden in unserem Interesse weiterführt“, erklären sie ihre Idealvorstellung. „Im Prinzip könnte das Geschäft sofort übernommen werden“, können sie sich auch einen schnelleren Abschied noch vor dem Herbst vorstellen. „Die Situation in der Gastronomie dürfte in den nächsten Jahren jedenfalls nicht schlechter werden“, sagen sie mit Blick auf die wachsende Studentenzahl.

Trotzdem soll es nun den Schnitt geben. Insbesondere der Veranstaltungssaal hat es den Hammern angetan. „Es ist schon ein Wunsch, als Blues-Bar diesen tollen Veranstaltungssaal wieder zu beleben.“

In der Namensfrage wird sich nichts ändern. Das „Louis“ bleibt in der Oststraße – und das „Haus Schmülling“ wird auch dann noch so heißen, wenn die Hammer das Kommando an der Landwehrstraße übernommen haben. ▪ fl

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