Neustart bei Schmülling

Hartmut Weiß und Jutta Elbers betreiben das „Louis“ an der Oststraße in Hamm. ▪
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Hartmut Weiß und Jutta Elbers betreiben das „Louis“ an der Oststraße in Hamm. ▪

BERGKAMEN ▪ Auch wenn es mittlerweile schon länger her ist, dass im Haus Schmülling Blues- und Jazzklänge ertönten, so genießt die Gaststätte an der Landwehrstraße noch immer über Bergkamens Grenzen hinaus einen guten Ruf als Bühne für kulturelle Veranstaltungen.

Der reichte auch bis Hamm, wo Hartmut Weiß und Jutta Elbers seit fünf Jahren an der Oststraße erfolgreich das „Louis“ betreiben und in ihrem Lokal vor allem Bluesmusikern eine Plattform für Auftritte bieten. Pünktlich zum fünfjährigen Jubiläum vollziehen die beiden einen Schnitt: Sie geben den Betrieb des Kultlokales in der Hammer Innenstadt ab und machen Mitte September, Ende Oktober im Haus Schmülling einen Neuanfang.

Dort soll die Tradition des Auftrittslokals nicht nur fortgesetzt werden: „Wir wollen sie sogar erweitern“, sagt Jutta Elbers. Ein entscheidender Grund für den Abschied aus Hamm ist die lärmempfindliche Umgebung. Bei der letzten Bluessession im Louis gab es 40 Beschwerdeanrufe bei der Polizei. Aber nicht nur das freistehende Haus in Overberge ohne direkte Nachbarn faszinierte das Gastronomenpaar. „Das ist eine schöne Location, vor allem der Saal und die Bühne haben uns gefallen“, sagt Jutta Elbers.

Der Entscheidung vorausgegangen waren Gespräche mit dem Eigentümer. Peter Schmülling, der in Kanada wohnt, weilte kürzlich für fünf Wochen in Deutschland. Nach den Gesprächen machten Hartmut Weiß und Jutta Elebers den Standortwechsel perfekt.

Die in Hamm erfolgreiche Reihe der Blueskonzerte soll im Haus Schmülling fortgesetzt werden. „Natürlich werden diejenigen nicht kommen, die das Louis in Hamm zu Fuß erreichen, aber ich glaube, dass uns doch der eine oder andere unserer jetzigen Kunden in Bergkamen besuchen wird“, sagt Jutta Elbers. Darüber hinaus setzt die gebürtige Hammerin weiterhin auf den guten Ruf der Bergkamener Taditionsgaststätte.

Wie das Gastronomie-Konzept genau aussehen wird, das wollte sie noch nicht sagen. Die Details müsse sie außerdem noch mit ihrem Lebensgefährten besprechen. Musik wird es auf alle Fälle geben, aber auch an Ausstellungen und andere kulturelle Veranstaltungen wird gedacht.

Die beiden kennen die Fehler ihrer Vorgänger, die zu Beschwerden der Gäste und Musiker führten – und nicht zuletzt zum Umzug der Bluesnight in die Ökostation. „Bei uns ist es selbstverständlich, dass die Musiker etwas zu essen bekommen“, sagt Jutta Elbers. Und auch die Zuhörer sollen nicht verdursten. Beim Namen wird sich nichts ändern. Das „Haus Schmülling“ wird es weiterhin geben. ▪ hal

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