Nach Rentenerhöhung
Nach Rentenerhöhung: FDP will „Flexibilisierung des Renteneintrittsalters“
Die DFP bringt angesichts der Rentenerhöhung im Juli 2024 eine „Flexibilisierung des Renteneintrittsalters“ ins Spiel. Der Plan: Arbeitnehmer dürfen länger arbeiten.
Hamm – Rentner können sich im Juli 2024 über eine Rentenerhöhung freuen. Wohl dem, der bereits im Ruhestand ist. Die FDP dringt im Bundestag nämlich angesichts der angekündigten Rentenerhöhung mit Nachdruck auf die Möglichkeit, auch später als mit 67 Jahren in Rente gehen zu können. Der Vorschlag klingt zunächst radikaler, als er eigentlich ist.
FDP will über „Flexibilisierung des Renteneintrittsalters“ sprechen
„Wir sollten über eine Flexibilisierung des Renteneintrittsalters sprechen“, sagte Fraktionschef Christian Dürr der „Bild“-Zeitung (Mittwoch). „Eine sichere Rente ist das Fundament unserer sozialen Marktwirtschaft.“ Aktuell verhält es sich so, dass das Renteneintrittsalter in Deutschland schrittweise angehoben wird. Irgendwann ist aber Schluss, viele wollen lieber früher als später in Rente gehen. Nach den Vorstellungen der FDP würde allerdings mehr Rente erhalten, wer später in den Ruhestand geht - und weniger, wer früher aufhört zu arbeiten.
Im Grunde fordert der FDP-Politiker also die Möglichkeit, freiwillig länger zu arbeiten. Bei der Flexibilisierung gehe es nicht um eine pauschale Anhebung des Rentenbeginns über 67 Jahre hinaus, betonte Christian Dürr. Stattdessen sollten Arbeitnehmer Anreize erhalten, länger im Job zu bleiben. Ähnliches hatte auch schon Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) vor geraumer Zeit vorgeschlagen. Er wollte Rentner, die freiwillig länger arbeiten, belohnen. Es war von einer Prämie von bis zu knapp 10.000 Euro die Rede.
FDP Rente über Aktien sichern
Dürr sprach sich in der „Bild“ außerdem dafür aus, die Kapitaldeckung in der gesetzlichen Rentenversicherung ausbauen, „indem wir einen Teil der Beiträge von Arbeitnehmern und Arbeitgebern der Aktienrente zuführen“. Diese Idee ist ebenfalls nicht neu und kam schon in Zusammenhang mit dem Rentenpaket II aus.
Rentenerhöhung im Juli 2024
Das Bundessozialministerium hatte am Dienstag mitgeteilt, dass die Renten in Deutschland zum 1. Juli um 4,57 Prozent steigen sollen. Den Angaben zufolge liegt die Rentenanpassung damit „im dritten Jahr in Folge oberhalb von vier Prozent“.
Neu ist außerdem nicht, dass politische Entscheidungen auch immer Kritik hervorrufen. „Die Politik muss wieder zurück zu einer fairen Verteilung der hohen Rentenlasten kommen. Dafür muss sich die Rente künftig an der Preis- statt an der Lohnentwicklung orientieren“, sagte Johannes Winkel, Chef der Jungen Union dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Mittwoch). „Klar ist, dass auch die Rentner einen Beitrag leisten müssen.“ Die Ampel-Koalition wolle die Rentner aus der finanziellen Verantwortung entlassen, „indem Rentensteigerungen künftig nur noch von der jungen Generation finanziert werden sollen“, sagte er. (maho/dpa)
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