EVG sagt Streik ab

Sind auch Flixtrain und Flixbus von Bahn-Streik betroffen?

Die EVG hat zu einem 50-stündigen Streik bei der Bahn ausgerufen. Los geht es am Sonntag. Sind auch Flixtrain und Flixbus betroffen? 

Update vom 13. Mai, 16.47 Uhr: Die EVG hat den geplanten 50-stündigen Warnstreik bei der Deutschen Bahn abgesagt. Nach einem Eilantrag der Bahn beim Arbeitsgericht Frankfurt am Main hätten sich beide Seiten auf einen Vergleich geeinigt, erklärte ein EVG-Sprecher. Der Warnstreik sollte den vorherigen Plänen zufolge Sonntagabend beginnen und bis in die Nacht zum Mittwoch dauern.

Sind auch Flixtrain und Flixbus von Bahn-Streik betroffen?

[Erstmeldung] Hamm - Und schon wieder schauen Millionen Bahnreisende in Deutschland in die Röhre. Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) hat zu einem bundesweiten Streik aufgerufen, der 50 Stunden dauern soll. Start ist am Sonntagabend um 22 Uhr. Das Ende ist für Mitternacht (0 Uhr) in der Nacht zum Mittwoch vorgesehen. Betroffen davon sind der EVG zufolge die Deutsche Bahn sowie weitere Verkehrsunternehmen, bei denen es in den Tarifverhandlungen bislang keine „wesentlichen“ Fortschritte gebe.

Streik bei der Bahn: Sind auch Flixtrain und Flixbus betroffen?

Jetzt müssen sich Reisende und Pendler, die auf die Bahn angewiesen sind, nach Alternativen umschauen. Flixbus oder Flixtrain könnten Optionen sein, auf die sie umsteigen könnten. Denn bei Flixbus und Flixtrain wird nicht gestreikt – die Mitarbeitenden dort sind nicht davon betroffen. Zu Auswirkungen könnte es dennoch kommen.

Flixbusse sind während des Streiks nach gewohntem Plan unterwegs. „Wir werden unser Angebot auf besonders gefragten Verbindungen sogar aufstocken“, kündigte Unternehmenssprecher Sebastian Meyer auf Nachfrage von wa.de an. Flixbus rechnet „basierend auf unseren Erfahrungen mit vorherigen Streiks von einer deutlich erhöhten Nachfrage für Fernbusreisen“.

Flixtrain, die Zugsparte des Unternehmens, werde zwar ebenfalls nicht bestreikt. Trotzdem könnten Fahrten „während des Streiks am Montag und Dienstag aufgrund von Netzbeeinträchtigungen nicht stattfinden“, heißt es. Und weiter: „Wir empfehlen Reisenden, auf Flixbus auszuweichen.“

Bereits der dritte bundesweite Streik bei der Bahn in den vergangenen Wochen

Bereits seit Ende Februar laufen die Tarifverhandlungen im Bahnsektor. Es ist der dritte bundesweite Warnstreik, zu dem die EVG seither aufruft. Im März legte sie zusammen mit der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi große Teile des öffentlichen Verkehrs inklusive der meisten Flughäfen für einen Tag lahm. Der zweite Ausstand beschränkte sich im April auf einen Zeitraum von acht Stunden – Nah- und vor allem Fernverkehr waren nahezu komplett eingestellt. Auf den Autobahnen blieben befürchtete zusätzliche Staus jedoch aus.

Mindestens 650 Euro mehr im Monat will die EVG bei den bei den Verhandlungen für die Beschäftigten herausholen oder zwölf Prozent bei den oberen Einkommen – bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Deutsche Bahn will sich hingegen am Abschluss des öffentlichen Dienstes orientieren, der Ende April erzielt wurde.

Rubriklistenbild: © Friedrich Stark/Imago

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