EVG-Ankündigung
Bundesweiter Mega-Streik: Bahn lässt EVG-Ultimatum verstreichen
Die Gewerkschaft EVG hat einen massiven neuen Warnstreik bei der Bahn angekündigt. 50 Stunden lang ruht der Fernverkehr. Am Sonntag geht es los. Alle Infos.
- Deutschland droht erneut das große Bahn-Chaos. Die Gewerkschaft EVG kündigte einen 50 Stunden langen Warnstreik an.
- Der Streik dauert von Sonntag (14. Mai) um 22 Uhr bis Dienstagabend (16. Mai) um 24 Uhr.
- Die Deutsche Bahn kündigte an, dass in dieser Zeit der Fernverkehr eingestellt wird. Auch der Regionalverkehr wird stark betroffen sein.
Update vom 12. Mai, 12.06 Uhr: Ein Ultimatum der Bahn-Gewerkschaft EVG für ein neues Tarifangebot von der Deutschen Bahn ist ohne erkennbare Annäherung abgelaufen. Es ist damit sehr wahrscheinlich, dass der angekündigte bundesweite Warnstreik von Sonntagabend bis Dienstagabend stattfindet.
Update vom 12. Mai, 9.47 Uhr: Am Sonntagabend um 22 Uhr beginnt der 50-stündige Warnstreik bei der Bahn. Oder doch nicht? Nachdem die Gewerkschaft EVG den bundesweiten Ausstand angekündigt hatte, gab es bis zum späten Abend Gespräche mit der Bahn - ohne Erfolg. Nach Stand von Freitagmorgen wird der Streik stattfinden, allerdings hat die EVG der Bahn ein Ultimatum bis 12 Uhr gesetzt, auf sie zuzukommen, „und sich zu besinnen“, wie Verhandlungsführer Kristian Loroch sagte.
Bundesweiter Mega-Streik bei der Bahn: Gibt es heute die Wende?
Update vom 11. Mai, 13.20 Uhr: Erst war es nur „wahrscheinlich“, jetzt steht es fest: Wegen des massiven Warnstreiks stellt die Deutsche Bahn den Fernverkehr für zwei Tage vollständig ein. Zwischen Sonntagabend um 22 Uhr und Dienstagabend um 24 Uhr bleiben sämtliche ICE- und IC-Züge in den Depots, wie der Konzern mitteilte. Auch im Regionalverkehr werde „größtenteils kein Zug fahren“. Alle Fahrgäste, die ihre für den 14. bis 16. Mai geplante Reise verschieben möchten, können laut Bahn ihr „bis einschließlich 11. Mai gebuchtes Ticket für den Fernverkehr ab sofort bis einschließlich Sonntagabend flexibel nutzen“.
Reisende hätten die Möglichkeit, während des Bahn-Streiks zum Beispiel auf Flixbus oder Flixtrain umzusteigen. Auch wenn beide nicht bestreikt werden, könnte es bei Letzterem dennoch zu Einschränkungen kommen.
Update vom 11. Mai, 12.16 Uhr: Wie hart wird der Bahnstreik für Pendler und Reisende? Nach Einschätzung der Bahn wird er am Sonntag noch keine Auswirkungen auf den Zugverkehr haben. Bahn-Personalvorstand Martin Seiler bezeichnete ihn als „durchaus verkehrssicher“. Ab Montag werde der Warnstreik allerdings zu „erheblichen Auswirkungen“ führen. Wahrscheinlich müsse der Fernverkehr eingestellt werden, sagte Seiler. Das werde derzeit aber noch geprüft.
Streik bei der Bahn: Einstellung des Fernverkehrs ab Montag „wahrscheinlich“
Update vom 11. Mai, 10.50 Uhr: Der Personalvorstand der Deutschen Bahn, Martin Seiler, kritisierte den EVG-Streik als „irrsinnig“ und „restlos überzogen“. „Statt Kompromisse zu suchen, will die EVG unglaubliche 50 Stunden das Land lahmlegen. Das ist quasi der Vollstreik ohne Urabstimmung“, teilte er mit. Die Bahn geht von Sonntagabend an von „massiven Auswirkungen“ auf den gesamten deutschen Bahnbetrieb aus. Der Konzern kündigte im Personenverkehr umfangreiche Kulanzregelungen für die betroffenen Fahrgäste an.
Update vom 11. Mai, 9.05 Uhr: Deutschland droht ein neues Verkehrschaos. Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) hat einen 50 Stunden langen Warnstreik angekündigt. Von Sonntag (14. Mai) ab 22 Uhr bis Dienstagabend (17. Mai) um 24 Uhr sind Fern-, Regional- und Güterverkehr betroffen, wie die Gewerkschaft am Donnerstagmorgen mitteilte. „Da sich an den Verhandlungstischen nur wenig bewegt, wird jetzt noch einmal gestreikt“, sagte EVG-Tarifvorständin Cosima Ingenschay. „Insgesamt streiken wir 50 Stunden und erhöhen damit den Druck deutlich, weil uns die Arbeitgeber keine andere Wahl lassen“, ergänzte Verhandlungsführer Kristian Loroch.
EVG kündigt Bahnstreik über zwei Tage an - Starttermin steht fest
[Erstmeldung vom 9. Mai] Hamm - Eine Zeitlang herrschte Ruhe, jetzt drohen in Deutschland wieder Streiks bei der Bahn. Pendler und Bahnreisende müssen sich auf massive Einschränkungen einrichten. Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) will am Donnerstag, 11. Mai, über die nächste Warnstreik-Runde informieren. Das teilte sie am Dienstag mit.
Streik-Eskalation bei der Bahn: Jetzt könnte es um Wochen gehen
Was genau auf Bahnfahrer zukommt, ist nach der Ankündigung der Ankündigung noch unklar. Klar ist hingegen, dass die EVG es ernst meint. „Wir könnten die Bahn wochenlang lahmlegen“, hatte EVG-Verhandlungsführerin Cosima Ingenschay erst Ende April gedroht.
Bei den bisherigen Arbeitskampfrunden hatten die Ankündigungen nur wenige Tage vor dem tatsächlichen Warnstreikbeginn gelegen. Bahnreisende müssen also damit rechnen, dass die Räder womöglich noch in dieser Woche stillstehen. Wie lange? Und wo? Alles ungewiss. Über den Zeitraum und die Schwerpunkte des dritten Arbeitskampfes der EVG in der laufenden Tarifrunde wird die Gewerkschaft am Donnerstag ab 9 Uhr in Köln informieren.
Seit Ende Februar verhandelt die EVG mit der Deutschen Bahn (DB) und 50 weiteren Eisenbahn-Unternehmen über einen neuen Tarifvertrag für insgesamt rund 230.000 Beschäftigte. Die bisher letzte Gesprächsrunde hatte die DB am 26. April für beendet erklärt. Davor hatte die EVG bundesweit zu einem achtstündigen Streik aufgerufen und den Bahnverkehr lahmgelegt. Bereits Ende März hatte die EVG im Schulterschluss mit Verdi einen Tag lang große Teile des Verkehrs bestreikt.
EVG droht mit Streik-Eskalation: „Könnten die Bahn wochenlang lahmlegen“
Und jetzt könnte es noch heftiger werden. Wer beruflich oder privat auf die Bahn angewiesen ist, sollte sich Sorgen machen. „Die nächsten Streiks werden länger dauern“, hatte Cosima Ingenschay Ende April gesagt. Und: Das System der Bahn sei „so fragil, wenn wir da ein paar Stellwerke rausnehmen, dann bricht alles zusammen.“
Ein Knackpunkt der Tarifverhandlungen ist das Thema Mindestlohn. Rund 2000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten diesen bislang nur über Zulagen, weil der gesetzliche Mindestlohn in den vergangenen Jahren schneller gestiegen ist als die Tariftabellen.
„Auch wenn mittlerweile beispielsweise vermehrt statt Prozenten ein monatlicher Festbetrag als Lohnerhöhung angeboten wird, liegt ein möglicher Tarifabschluss noch in weiter Ferne“, heißt es der EVG-Mitteilung vom 9. Mai. „Die von der EVG geforderten Verbesserungen müssen deutlicher und schneller erfolgen. Dazu sind die Arbeitgeber aber noch nicht bereit“, heißt es darin weiter. Vor diesem Hintergrund sei ein „weiterer Warnstreik unvermeidbar“.
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