Bauernregeln

Wie wird der Sommer 2024? 100-jähriger Kalender zeigt Wetter-Prognose

Der 100-jährige Kalender zeigt eine Wetter-Prognose für die nächsten Jahre. Demnach beginnt im März ein Sonnenjahr. Was bedeutet das für den Sommer 2024?

Hamm - Wie wird das Wetter im Sommer 2024? Ein Blick in den 100-jährigen Kalender liefert die Antwort – sogar bis auf den Tag genau. Worauf wir uns laut der Prognose in den Sommermonaten einstellen müssen und was es mit der Vorhersage des Kalenders auf sich hat, erklärt wa.de.

Vorweg: Kein seriöser Meteorologe wird die eingangs gestellte Frage schon jetzt beantworten können. Höchstens sogenannte Langfristmodelle können eine Temperaturabweichung berechnen. So hieß es etwa in den Prognosen für den Winter 2023/2024, dass es sehr mild werden wird. Und das hat sich letztlich auch bestätigt. Die Durchschnittstemperaturen in den Wintermonaten lagen allesamt deutlich über dem Mittel der vergangenen Jahrzehnte. Auch ein Märzwinter 2024 scheint nicht in Sicht zu sein.

Wetter im Sonnenjahr: Prognose des 100-jährigen Kalenders für Sommer 2024

Eine Prognose für den Sommer 2024 gibt es dennoch schon – und zwar vom 100-jährigen Kalender. Demnach soll im Juni noch Frost geben können, darüber hinaus aber sehr trocken sein. Der Juli soll viel Sonnenschein und Wärme bringen, bevor es im August etwas unbeständiger wird. Schönwetter-Perioden wechseln sich laut Prognose mit Gewitter und Regen ab – ein normaler Sommer.

Zudem ist 2024 laut 100-jährigem Kalender ein Sonnenjahr, das am 22. März 2024 beginnt und bis zum 21. März 2025 andauern soll. Wer jetzt aber die Hoffnung hat, dass damit ein sonnenreiches Jahr gemeint ist, wird leider enttäuscht. Der Hintergrund des 100-jährigen Kalenders klärt's auf.

Wetter-Prognose des 100-jährigen Kalenders: Das steckt dahinter

Die Wetter-Prognosen des 100-jährigen Kalenders stützen sich auf astrologischen Vorstellungen. Der Kalender wurde im 17. Jahrhundert von Mauritius Knauer verfasst und verfolgt die Idee, dass die damals bekannten sieben Planeten – Sonne, Mond, Saturn, Jupiter, Mars, Venus, Merkur – das Wetter beeinflussen. Knauer war der Ansicht, dass sich die Himmelskörper in einem festen Turnus von Frühlingsbeginn bis Winterende bewegen würden. Er nahm also an, dass sich die Wetterbedingungen in einem festen siebenjährigen Zyklus ständig wiederholen. 2024 ist das Jahr der Sonne.

Laut Überlieferung beobachtete Knauer das Wetter von 1652 bis 1658 und erstellte dann die Wettervorhersagen für diese Jahre. Die Prognosen wurden von einem Bekannten Knauers, Dr. Christoph von Hellwig, gekürzt und im Jahr 1704 in gedruckter Form herausgegeben. Da er sich auf den Zeitraum von 1701 bis 1800 beschränkt hatte, erhielt der Kalender fortan den Namen „100-jähriger Kalender“. Er wird noch immer fortgeschrieben.

100-jähriger Kalender: „In keiner Weise wissenschaftlich begründet“

Aus meteorologischer Sicht sind die Wettervorhersagen des Kalenders natürlich Quatsch. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erklärt dazu: „Möglich, dass diese Vorhersagen des Hundertjährigen Kalenders manchmal zutreffen, aber aus meteorologischer Sicht sind solche Übereinstimmungen nur rein zufällig und in keiner Weise wissenschaftlich begründet.“

Und noch eine Randnotiz zum Thema Sonnenjahr: Tatsächlich wird die Sonne in diesem Jahr so aktiv sein wie seit zwei Jahrzehnten nicht mehr, was etwa die Chancen auf Polarlichter in Deutschland erhöht. Die Sonnenaktivität hat aber keinen Einfluss auf das Wetter. Der Begriff Sonnenjahr wird derzeit auch zahlreich in Horoskopen verwendet. Dazu heißt es, dass das Sonnenjahr als „Übergang in ein neues Zeitalter“ gilt und allen Sternzeichen einen Wandel und viel Kraft bringt.

Rubriklistenbild: © Stratenschulte

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