Wetter
Prognose für Märzwinter korrigiert – „Sieht so aus, als würde der Frühling durchstarten wollen“
Der Februar geht weiter sehr mild zu Ende und Schneefans fragen sich: Kommt noch ein Märzwinter 2024? Laut Meteorologe Dominik Jung wurde die Prognose geändert.
Hamm - Der Februar 2024 wird wohl mit Abstand der wärmste seit Aufzeichnungsbeginn. Voraussichtlich wird für den Monat ein Mittelwert von rund 6,5 Grad erreicht. Im Hinblick auf die aktuelle Vergleichsperiode 1991 bis 2020 wäre das eine Abweichung von 5 Grad. Und auch zum Ende des Monats ist kein Wintereinbruch in Sicht. Schneefans hoffen auf einen Märzwinter – doch gibt es dafür überhaupt noch Hoffnung?
Prognose für Märzwinter 2024 korrigiert: „Es sieht so aus, als würde der Frühling durchstarten wollen“
Beim Märzwinter handelt es sich um eine Wetterlage, die in Mitteleuropa etwa um die Mitte des Monats März auftritt und von einem späten Kälteeinbruch hervorgerufen wird. Vor allem in den Nächten kann es dann noch einmal ordentlich kalt werden. Einen heftigen Märzwinter in Deutschland gab es etwa im Jahr 2013. Es purzelten reihenweise Kälte- und Schneerekorde.
Laut Dominik Jung tut sich bis Anfang März beim Wetter zunächst relativ wenig. „Ein Märzwinter ist bis zum 9. März überhaupt kein Thema“, so der Diplom-Meteorologe von wetter.net. Es sei erst einmal kein spät winterlicher Einbruch zu erwarten. Und auch danach stehen die Chancen auf eine Rückkehr von Schnee und Frost wohl sehr schlecht.
März 2024 wird wohl milder als üblich ausfallen
„Die Prognose wurde korrigiert“, sagt Dominik Jung mit Blick auf den aktuellen März-Trend, der mittlerweile zeige, dass der März 2024 mit 0,5 bis 1 Grad über dem Klimamittel etwas milder als üblich werden wird. „Es sieht so aus, als würde der Frühling durchstarten wollen“, so der Wetter-Experte.
Auch Meteorologe Fabian Ruhnau von Kachelmannwetter erklärt, dass Anfang März „arktische Kaltluftmassen in der Höhe bei uns in der Nähe zu finden sind“. Ein Märzwinter werde für die erste Hälfte des Monats nicht berechnet. In der zweiten Märzhälfte würden sich in den Langfristwettermodellen zwar leicht unterdurchschnittliche Temperaturen andeuten. Aber: „Das bedeutet nicht, dass es spät winterlich wird.“
Im vergangenen Jahr hatte es Anfang März in NRW noch einmal vergleichsweise viel Schnee gegeben. Und auch zum Monatsende brachte ein Polarstrom noch einmal den Winter kurzzeitig zurück.
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