Grippezeit
Per Mail beim Arbeitgeber krankmelden – einige Angaben sind dafür verpflichtend
Viele Menschen werden in der kalten Jahreszeit krank. Eine Erkältung sollte man nicht zur Arbeit schleppen. Egal, ob per Mail oder Telefon: So melden Sie sich krank.
Hamm - Auch in Nordrhein-Westfalen ist gerade wieder Grippe- und Erkältungszeit. Wer krank ist, sollte nicht arbeiten gehen. Zum einen, um die Kollegen nicht anzustecken und zum anderen, um sich selbst zu schützen. Wer länger als drei Tage ausfällt, muss sich krankschreiben lassen. Sich beim Arbeitgeber krankzumelden, geht auf verschiedenen Wegen. So funktioniert das per Telefon, Mail und Whatsapp.
Diese Fragen müssen beider Krankmeldung beantwortet sein
Egal, wie man sich krankmeldet: auf diese Fragen muss man eine Antwort haben und kann sich daran schonmal orientieren. Die Gewerkschaft IG Metall empfiehl folgende Infos über seine Krankmeldung zu erklären:
- Wer meldet sich beim Arbeitgeber? Der Arbeitnehmer selbst oder ein Familienmitglied?
- Warum wird sich krankgemeldet?
- Wie lange wird man krankgeschrieben sein?
- Was passiert als Nächstes? Geht man zum Arzt, war man schon da oder kuriert man sich so aus?
- Wenn man länger als drei Tage ausfällt, soll man sich nochmal melden und ein Attest mitbringen?
So könnte der klassische Weg per Telefon aussehen
Am besten meldet man sich so früh wie möglich beim Arbeitgeber, Team- oder Schichtleiter, wenn man sich nicht gut fühlt. Im Idealfall vor seiner eigentlichen Arbeitszeit. Klassisch und am sichersten geht das übers Telefon. Wenn man einen Zuständigen in der Leitung hat, hangelt man sich an den wichtigsten Infos entlang (siehe oben).
Ein Gespräch könnte also so aussehen: „Guten Morgen, Herr/Frau AG. Hier ist AN. Leider geht es mir nicht gut und ich bleibe heute Zuhause. Wenn es mir morgen nicht besser geht, melde ich mich.“
Da man sich per Attest spätestens nach drei Tagen mit Attest krankschreiben lassen muss, könnte ein weiteres Gespräch mit dem Arbeitgeber so aussehen: „Guten Morgen, Herr/Frau AG. Hier ist AN. Mir geht es leider immer noch nicht besser. Ich gehe heute Vormittag zum Arzt und melde mich danach noch einmal.“ Achtung: Einige Arbeitgeber verlangen bereits ab dem ersten Tag der Krankheit ein Attest.
Sich beim Arzt krankschreiben zu lassen geht auch telefonisch, allerdings unter Bedingungen.
Ich bin krank: Muss ich meinem Arbeitgeber sagen, was ich hab?
Generell ist man nicht verpflichtet, seinem Arbeitgeber zu sagen, warum man sich unwohl oder krank fühlt. Eine Ausnahme besteht allerdings: Wenn es sich um eine hochansteckende Krankheit handelt, dann muss man das melden.
Welche Krankheiten das sind, steht im Infektionsschutzgesetz. Dazu zählen zum Beispiel Mumps, Masern, Röteln, Windpocken oder auch Corona. Derzeit geht das Virus wieder herum. Ob man sich bei einer Corona-Infektion noch telefonisch krankschreiben lassen kann, entscheidet der Arzt.
So könnte eine Krankmeldung per Mail oder als Whatsapp-Nachricht aussehen
Neben dem Telefon haben viele Betriebe die Vereinbarung, sich auch per Mail, SMS oder Whatsapp krankzumelden. In jedem Fall sollte man sich nicht über Gruppenchats bei dem Vorgesetzten oder Arbeitgeber melden.
Ein direkter Kontakt ist besser. Der könnte dann so aussehen: „Guten Morgen Frau/Herr XY,
leider bin ich heute krank/fühle ich mich nicht gut und kann nicht zur Arbeit kommen. Ich habe um 10 Uhr einen Arzttermin und melde mich, sobald ich weiß, wie lange ich krankgeschrieben sein werde. Mit freundlichen Grüßen XY“.
Rubriklistenbild: © Arno Burgi dps