Iran-Israel Krieg
Trump optimistisch: „Nächste Woche“ ist „Frieden“ im Konflikt zwischen Israel und Hamas
Donald Trump sieht eine Waffenruhe im Israel-Konflikt in Sicht: Er sprach mit Beteiligten, bleibt jedoch vage. Die Details sind noch unklar.
Washington, D.C. – Donald Trump hat überraschend optimistisch eine Waffenruhe im Konflikt zwischen Israel und der Hamas innerhalb der kommenden Woche in Aussicht gestellt. Im Weißen Haus betont der US-Präsident, er habe kürzlich mit „einigen Beteiligten“ gesprochen. Konkrete Details zur möglichen Einigung nannte er jedoch nicht, weshalb unklar bleibt, worauf sich seine optimistische Aussage stützt.
Trumps Äußerung folgt auf eine Waffenruhe zwischen Israel und Iran zu Wochenbeginn, nachdem der US-Präsident selbst einen Militärschlag gegen iranische Nuklearanlagen angeordnet hatte.
Trump über Gazastreifen: Waffenruhe „innerhalb der nächsten Woche“ erwartet
Katar, die USA und Ägypten bemühen sich, „die durch den Waffenstillstand entstandene Dynamik zu nutzen, um die Gespräche über den Gazastreifen wiederzubeleben.“ Nun habe sich „ein Zeitfenster der Möglichkeiten“ aufgetan, erklärt ein Sprecher des Außenministeriums gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.
Donald Trump erklärte bereits am Freitag, dass ein Waffenstillstand zwischen Israel und der Hamas im Gazastreifen „nahe“ sei. „Wir denken, dass wir innerhalb der nächsten Woche einen Waffenstillstand erreichen werden.“ Auch der französische Präsident Emmanuel Macron hatte zuvor das „entscheidende“ Engagement Trumps für eine Waffenruhe in Gaza hervorgehoben. US-Außenminister Marco Rubio bekräftigte bei einem Treffen mit Geiselfamilien in Washington, D.C., am Freitag, dass ein „realer Sieg in Gaza nur mit der Rückkehr aller Geiseln erreicht“ werde.
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Skepsis nach Trumps Iran-Schlag – Kommt nun Waffenruhe im Gazastreifen?
Donald Trump, der sich selbst gerne als Kandidaten für den Friedensnobelpreis sehen würde, steht nach der Attacke auf den Iran unter Druck. Der aktuelle Militärschlag gegen den Iran, als „Operation Midnight Hammer“ bezeichnet, zielte angeblich darauf ab, Irans Atomprogramm dauerhaft zu stoppen. Die Entscheidung, die viele als „einsame Entscheidung“ Trumps betrachten, erfolgte nach mehreren Telefonaten mit Benjamin Netanyahu. Der Ministerpräsident Israels warnt bereits seit Jahrzehnten vor einer nuklearen Bedrohung des Iran.
Trump behauptete, Irans Atomuhr um „Jahrzehnte“ zurückgestellt und „vollständige Vernichtung“ erreicht zu haben. Dem widersprechen jedoch Berichte der New York Times und CNN, die unter Berufung auf einen vertraulichen US-Regierungsbericht angeben, dass das iranische Atomprogramm um weniger als sechs Monate zurückgeworfen wurde. Ausschlaggebend dafür sei, dass etwa 400 kg angereichertes Uran in Sicherheit gebracht werden konnten.
Die US-Geheimdienste hatten zudem noch im März und in den Wochen vor dem Angriff eingeschätzt, dass der Iran nicht willens sei, schnell eine Atombombe zu bauen – eine Einschätzung, die Trump als „falsch“ abtat. Die iranische Führung veranstaltete Staatstrauerfeiern für getötete Generäle und Nuklearwissenschaftler, während ihr Außenminister äußerte, die Iraner hätten „Blut“, aber nicht „Ehre“ gegeben.
Waffenruhe im Gazastreifen: Trumps ambitioniertes „Friedensstifter“-Image im Israel-Iran-Krieg
Wie die Welt berichtet, zeigte sich Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bereits Anfang der Woche beeindruckt von Trumps „sehr entschlossenen“ Engagement für eine Waffenruhe in Gaza. Der Spiegel berichtet, dass Trumps Angriff auf den Iran „überschwänglich gepriesen“ wird. So lobt Nato-Generalsekretär Mark Rutte Trumps „entschlossenes Handeln im Iran“ als Faktor, der „uns alle sicherer“ mache.
Die mittel- und langfristigen Folgen von Trumps „entschlossenem“ Engagement im Nahen Osten sind noch nicht ansatzweise ausgemacht: So besteht die Befürchtung, dass das gedemütigte Regime in Teheran nun erst recht und so schnell wie möglich versuchen wird, Atomwaffen zu entwickeln. (ko)
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