Iranische Atomanlagen

Verhandlungen zu Iran-Abkommen: Trump plant Milliarden-Investition – geheime Details sickern durch

Bislang zögert Teheran bezüglich neuer Gespräche über das iranische Atomprogramm. Doch US-Präsident Trump soll Pläne haben, wie er Iran zum Verhandeln bringt.

Update, 29. Juni, 7.44 Uhr: Donald Trump will weiter über ein Nuklearprogramm verhandeln (siehe Erstmeldung), derweil droht Frankreichs Regierung dem Regime in Teheran: Iran würden „weitreichenden Sanktionen“ der Europäer erwarten, sollt das Land nicht zu ernsthaften Verhandlungen über sein Atomprogramm bereit sein. Außenminister Jean-Noël Barrot sagte gestern dem Nachrichtensender LCI, wie im 2015 mit Teheran geschlossenen Atomabkommen festgelegt, könnten die Vertragsstaaten, darunter Frankreich und Deutschland, bei Verstößen die durch das Abkommen aufgehobenen umfangreichen Strafmaßnahmen gegen den Iran wieder in Kraft setzen.

Verhandlungen zu Iran-Abkommen: Trump plant Milliarden-Investition – geheime Details sickern durch

Erstmeldung: Washington, D.C. – Nachdem die USA iranische Atomanlagen angegriffen und beschädigt haben, will US-Präsident Donald Trump eine neue Verhandlungsrunde über das Nuklearprogramm einläuten. Wann sich die Unterhändler aus Washington und Teheran an einen Tisch setzen, darüber gibt es keine konkreten Aussagen. „Wir haben im Moment noch nichts geplant“, sagte Trumps Sprecherin Karoline Leavitt, nachdem der US-Präsident beim Nato-Gipfel neue Gespräche mit dem Iran für die kommende Woche angekündigt hatte, ohne Details zu nennen.

Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi bestätigte zwar den Austausch, zeigte sich gegenüber neuen Atomverhandlungen mit den USA jedoch zurückhaltend. „Was die Verhandlungen mit den USA betrifft, so evaluieren wir gerade, was das Beste für unsere nationalen Interessen ist“, sagte er dem Staatssender IRIB. Bislang gebe es weder Pläne noch Zusagen für eine Wiederaufnahme der Verhandlungen.

Verbündete, Feinde und Alternativen zum Mullah-Regime im Iran

Haft-e Tir in Teheran
Israels Premierminister Benjamin Netanjahu
Noch am selben Tag schlug der Iran zurück.
Sowohl im Iran als auch wie hier in der israelischen Großstadt Tel Aviv waren die Schäden der gegenseitigen Luftangriffe enorm.
Verbündete, Feinde und Alternativen zum Mullah-Regime im Iran

Medienbericht: US-Präsident Trump bietet Iran milliardenschweres Investitionspaket

Dies klingt einem CNN-Bericht zufolge etwas anders. Demnach sollen bereits US-Beamte unter der Leitung des Sondergesandten Steve Witkoff Gespräche mit Vertretern des Mullah-Regimes geführt haben – nach den US-Angriffen. Laut CNN werde in Washington in Erwägung gezogen, der iranischen Regierung ein milliardenschweres Investitionspaket in ein ziviles Atomprogramm anzubieten. Bedingung sei, dass künftig kein Uran im Iran mehr angereicht werde, berichtete der US-Sender unter Berufung auf vier Quellen. 

Neben Investitionen von 20 bis zu 30 Milliarden US-Dollar sei die Aufhebung einiger Sanktionen angedacht sowie der Zugang Teherans zu bislang gesperrten ausländischen Bankkonten mit Guthaben von 6 Milliarden Dollar. An den Plänen seien neben den Vereinigten Staaten auch mehrere arabische Länder beteiligt, die nach der Vorstellung der US-Regierung die Investitionen stemmen sollen, hieß es in dem Bericht. „Die USA sind bereit, solche Gespräche zu führen“, zitiert CNN einen Beamten der Trump-Regierung: „Irgendjemand wird für den Aufbau des Atomprogramms bezahlen müssen“, aber die USA werde dies nicht sein.

US-Präsident Donald Trump will mit dem Iran über sein Atomprogramm neu verhandeln.

Iran lehnt derzeit Zusammenarbeit mit Internationaler Atomenergiebehörde ab

Parallel lehnt der Iran derzeit ab, den Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi, zu empfangen. Das iranische Parlament stimmte für eine Aussetzung der Zusammenarbeit mit der IAEA, bis die „Sicherheit“ der nuklearen Anlagen gewährleistet ist. Iranische Offizielle hatten der IAEA und Grossi vorgeworfen, wegen ihrer Berichte über das iranische Atomprogramm eine Mitschuld an den Angriffen Israels und der USA auf den Iran zu tragen. (mit dpa)

Rubriklistenbild: © Imago/Collage

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