Kaltfront bringt Wechsel

Heftiger Wetterumschwung in NRW: Wer davon nun richtig profitiert

Der Wetterumschwung wäscht die Luft in NRW kräftig durch. Regen, Graupel und Wind senken die Pollenkonzentration deutlich – Ein Aufatmen für Allergiker. Es gibt jedoch einen Haken.

Der Wetterumschwung trifft Nordrhein-Westfalen mit voller Wucht: Rückseitig einer Kaltfront strömt polare Meeresluft ins Land – mit Schauern, Graupelgewittern und Sturmböen von bis zu 80 km/h. Die Temperaturen fallen laut Prognosen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) auf 6 bis 10 Grad im Flachland, im Bergland sogar auf nur 2 bis 5 Grad. Dazu sinkt die Schneefallgrenze bis in die Nacht zum Donnerstag, 26. März, auf 200 bis 300 Meter – selbst im Flachland ist Glätte durch Schneematsch möglich.

Der Regen bremst den Pollenflug in NRW.

Für Millionen Allergiker in NRW könnte dieser Wetterumschwung eine willkommene Erleichterung bedeuten. Starke Regenfälle, Graupel und Sturmböen waschen die Luft regelrecht durch und drücken die Pollenkonzentration massiv nach unten. Wer sonst täglich mit tränenden Augen, Niesattacken und gereizten Atemwegen kämpft, darf in den kommenden Tagen spürbar durchatmen – ganz wörtlich gemeint.

Pollenflug-Gefahrenindex zeigt geringe Belastung

Schon am Mittwoch, 25. März, zeigt der Pollenflug-Gefahrenindex des DWD für Hasel und Erle in NRW nur eine geringe Belastung an. Gleiches gilt für Gräser. Der kleine Haken: Die Birke könnte noch ein paar Probleme bereiten, doch auch das dürfte sich bald legen. Dem Wetter sei Dank.

„Am Donnerstag bleibt es sehr wechselhaft mit Schnee-/Schneeregen und Graupelschauern und ähnlich kühl. Der Wind lässt etwas nach. Vor allem in der Nacht zum Freitag verbreitet leichte Frostgefahr, in höheren Lagen der Gebirge bis –5 Grad“, sagte Diplom-Meteorologe Niklas Weise von WetterOnline gegenüber wa.de. Wetter, das Pollen überhaupt nicht mögen – Allergiker hingegen schon.

Bedrückende Bilder: Wetterextreme der vergangenen Jahre in NRW

Orkantief Kyrill NRW Wilmsdorf Wald
Sturmschäden nach dem Orkan Kyrill im Jahr 2007, Meinerzhagen
Baum ist auf ein parkendes Auto gestürzt, Schäden durch das Sturmtief Ela am 09.06.2014
Sturmschäden im Schellenberger Wald oberhalb des Baldeneysee verursacht nach einem schweren Sturm
Bedrückende Bilder: Wetterextreme der vergangenen Jahre in NRW

Der Freitag könnte für Allergiker schon wieder anstrengender werden – mit tränenden Augen und leichtem Schnupfen: Laut Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zeigt sich nach den Schauern und Gewittern wieder die Sonne – bei meist niederschlagsfreiem Wetter und Temperaturen zwischen 7 und 11 Grad. Die gute Nachricht für Allergiker: Die Böden und die Luft bleiben nach dem Durchzug der Kaltfront noch feucht, was den erneuten Pollenflug zumindest vorübergehend dämpft. Für alle Betroffenen also ein ideales Fenster, um wieder mehr Zeit im Freien zu verbringen. „Die Temperaturen steigen zum Wochenende wieder etwas an, mit rund 10 Grad bleibt es aber vorerst kühl und auch wechselhaft“, prognostizierte Wetter-Experte Weise.

Rubriklistenbild: © imago

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