Neuschnee und Glätte

Drastischer Wetterumschwung trifft NRW: Winter kommt zurück – Schneefall auch in tiefen Lagen

Der Deutsche Wetterdienst spricht von einer „drastischen Wetterumstellung“. Der Winter kehrt nach NRW zurück. Von Sturm und Gewitter bis Schnee und Glätte ist alles dabei.

Update vom 26. März, 13.48 Uhr: Dicke Schneeflocken fielen am Donnerstagmittag selbst in tiefen Lagen von NRW. Der Winter feiert ein kurzes Comeback – liegen bleiben wird die weiße Pracht in den meisten Regionen aber wohl nicht. Sonne, Regen, Graupel, Schnee – es ist das typische April-Wetter. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat am Donnerstag für ganz NRW mehrere Warnungen herausgegeben: vor Windböen, leichtem Frost und im Bergland auch vor Glätte.

Oberhalb von 600 Metern bleibt der Schnee liegen, das zeigen die Webcams etwa vom Skiliftkarussell Winterberg. In der Nacht zu Freitag wird es zudem im Bergland richtig kalt bei Temperaturen bis -5 Grad. Und auch in den anderen Teilen von NRW muss mit Frost bei Tiefstwerten zwischen 0 bis -3 Grad gerechnet werden.

[Erstmeldung vom 25. März] Es war ein kurzes Frühlings-Comeback, das die Menschen in NRW Anfang der bei strahlendem Sonnenschein und milden Temperaturen nach draußen lockte. Denn der Deutsche Wetterdienst (DWD) sagt eine „drastische Wetterumstellung“ ab Mitte der Woche voraus. Für NRW steht ein Tag im Fokus.

Fahrzeuge sind auf einer verschneiten Straße unterwegs. Im Bergland von NRW könnte es in der Nacht zu Donnerstag weiß werden. (Symbolbild)

Denn am Mittwoch, 25. März, ändert sich das Wetter fast schlagartig. Werden zunächst am Vormittag noch Höchstwerte zwischen 8 und 11 Grad erreicht, fallen die Temperaturen im Tagesverlauf ab. „Mit einer markant ausgeprägten Kaltfront verlagert sich ein Regengebiet samt einzelner eingelagerter Gewitter südostwärts. Nachfolgend setzt sich in labiler Kaltluft Schauerwetter durch“, so die Meteorologen vom DWD.

Drastischer Wetterumschwung in NRW: Sturm, Gewitter, Schnee und Glätte

Zunächst gilt für weite Teile von NRW noch bis zum Nachmittag eine amtliche Warnung vor Sturmböen bis 70 km/h, in exponierten Lagen bis 85 km/h. Einzelne starke Gewitter sind möglich und es wird nass. „Ab dem Nachmittag im höheren Bergland zunehmend Übergang von Regen in Schnee“, schildern die Wetter-Experten.

In der Nacht zu Donnerstag sinkt die Schneefallgrenze zunächst auf 600 Meter, später dann auf 200 bis 300 Meter. In den höheren Lagen von NRW, etwa im Sauer- und Siegerland sowie in der Eifel, könnte es also am Donnerstagmorgen weiß sein. Es besteht laut DWD Glättegefahr durch Schneematsch oder Neuschnee.

Dazu wird es in der Nacht frostig kalt bei 2 bis 0 Grad, im Bergland bis -3 Grad. In der Nacht zu Freitag sinken die Temperaturen dann fast überall in NRW unter den Gefrierpunkt. In höheren Lagen sind -5 Grad drin. Autofahrer sollten vorsichtig sein, vor allem im morgendlichen Berufsverkehr.

„Kalte Polarluft fließt nach Deutschland“ – in NRW werden die Nächte frostig kalt

Am Donnerstag muss immer wieder mit Regen-, Schneeregen- oder Schneeschauern gerechnet werden – je nach Höhenlage. Die Höchstwerte tagsüber liegen nur noch bei 5 bis 8 Grad, im höheren Bergland sind maximal 4 Grad drin. „Am Donnerstag fließt in einem breiten Strom kalte Polarluft nach Deutschland“, so die Meteorologen. In der Nacht zu Freitag kann es örtlich immer wieder zu Schneeregen oder Schnee kommen. Die Schauer lassen laut DWD-Prognose in der zweiten Nachthälfte jedoch nach.

„Am Freitag kehrt etwas Ruhe ein. Bei einem Wechsel von Sonne und Wolken gibt es noch einzelne Regen-, ab mittleren Lagen Schneeschauer“, erklären die Wetter-Experten. Die Temperaturen klettern allmählich wieder nach oben, die Höchstwerte liegen zwischen 7 und 11 Grad in NRW. In der Nacht kann es im Bergland noch frostig werden bei bis zu -1 Grad. Ob die Temperaturen in der kommenden Woche wieder nach oben schellen und die Sonne zurückkehrt, ist derzeit noch unsicher.

Rubriklistenbild: © IMAGO / Hanke

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