Schmuddelwetter naht

Kurze Frühlingsgefühle – dann kommt die „Kaltfront“: Wintereinbruch mit Schnee und Glättegefahr in NRW

Am Mittwoch sinken die Temperaturen in NRW um etwa zehn Grad. Schneeschauer, Graupel und Sturmböen prägen den plötzlichen Wetterumschwung.

Der Montag, 23. März, startet zwar noch freundlich in Nordrhein-Westfalen – heiter und niederschlagsfrei. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 15 und 18 Grad. Im höheren Bergland werden rund 13 Grad erreicht. Der Wind weht meist nur schwach aus Nordwest bis Nord, so teilt der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit, angenehmes Wetter. Doch damit hat es schon sehr bald ein Ende, wie auch WetterOnline-Experte Niklas Weise im Gespräch mit wa.de bestätigt.

Im Laufe der Woche soll es zu einem massiven Wintereinbruch kommen.

In der Nacht zum Dienstag bleibe es gering bewölkt bis wolkig und niederschlagsfrei. Die Tiefstwerte liegen laut DWD zwischen fünf und zwei Grad. In einzelnen Tal- und Muldenlagen sinken die Temperaturen bis auf minus ein Grad. Recht verbreitet ist leichter Frost in Bodennähe möglich. Vereinzelt kann sich Nebel bilden, so der DWD. Die ersten Vorboten des herannahenden Wintereinbruchs.

„Nochmal frühlingshaft“: Doch dann geht es mit den Temperaturen bergab

Der DWD weist zudem auf mögliche Windböen hin: Am Dienstag frische der Wind aus Südwest auf. Im Norden sind örtlich Böen gering wahrscheinlich. Wetter-Experte Niklas Weise von WetterOnline blickt auf den Dienstag: „Es wird nochmal frühlingshaft mit bis zu 18 Grad. Dabei gibt es aber auch schon ein paar dichtere Wolkenfelder.“

Laut Deutschem Wetterdienst zeigt sich das Wetter wolkig mit heiteren Abschnitten. Es bleibe niederschlagsfrei. Die Höchsttemperaturen erreichen 15 bis 19 Grad, in Hochlagen 13 Grad. Der Südwestwind weht mäßig und zeitweise böig.

„Am Mittwoch kommt die Kaltfront“: Höchsttemperaturen von fünf Grad prognostiziert – Glättegefahr

In der Nacht zum Mittwoch ändere sich die Lage deutlich. Von Nordwesten zieht laut DWD zunehmend starke Bewölkung auf. In der zweiten Nachthälfte setzt schauerartiger Regen ein. Die Tiefstwerte liegen zwischen neun und sechs Grad, im Hochsauerland bis 3 Grad. Der Südwestwind nimmt zu. In der zweiten Nachthälfte sind starke, in exponierten Lagen teils stürmische Böen wahrscheinlich.

„Am Mittwoch kommt die Kaltfront: Die Temperaturen liegen rund zehn Grad niedriger als am Dienstag: Höchstwerte liegen am Nachmittag nur noch bei fünf Grad“, sagt Niklas Weise. „Dazu gibt es wiederholte Regen- und Graupelschauer, auch ein kurzes Gewitter ist nicht ausgeschlossen. Ab ca. 200 Metern sind in Eifel, Sauerland und Bergischem Land auch Schneeschauer dabei. Ab 500 Metern kann sich sogar eine Schneedecke ausbilden. Dazu gibt es einen starken Wind, in Schauernähe sind Sturmböen um 80 km/h dabei.“

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Zu sehen ist der Aussichtspunkt an den Externsteinen im Teutoburger Wald.
Blick von den Externsteinen auf den Wiembecketeich und den Teutoburger Wald.
Zu sehen ist das Herrmannsdenkmal bei Detmold im Teutoburger Wald.
Zu sehen ist die Landschaft rund ums Herrmannsdenkmal bei Detmold im Teutoburger Wald.
Von hier aus ist NRW am schönsten: Die besten Aussichtspunkte im Überblick

Der Deutsche Wetterdienst bestätigt dieses Bild für den Mittwoch: Es werde stark bewölkt mit zahlreichen Schauern und örtlichen Graupelgewittern. Im Bergland nehmen Schneeschauer zu. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen acht und elf Grad, in Hochlagen bei sechs Grad. Der frische Westwind bringt starke bis teils stürmische Böen, in exponierten Lagen auch Sturmböen.

In der Nacht zum Donnerstag bleibt es wechselnd bis stark bewölkt. Weitere Regen- und Schneeregenschauer sind möglich, im Bergland Schneeschauer. In Hochlagen sind wenige Zentimeter Neuschnee möglich. Die Tiefstwerte liegen zwischen 2 und 0 Grad, im höheren Bergland zwischen null und minus drei Grad. Dort besteht Glättegefahr.

Frostgefahr und bis zu minus fünf Grad in den Mittelgebirgen

Am Donnerstag selbst bleibe es weiterhin stark bewölkt. Niklas Weise von WetterOnline sagt, es bleibe „sehr wechselhaft mit Schnee/Schneeregen und Graupelschauer und ähnlich kühl. Der Wind lässt etwas nach. Vor allem in der Nacht zum Freitag verbreitet leichte Frostgefahr, in höheren Lagen der Gebirge bis minus fünf Grad.“

Auch im höheren Bergland sind wieder Schneeschauer möglich. Einzelne Graupelgewitter sind laut DWD auch nicht ausgeschlossen. Die Höchstwerte liegen tagsüber zwischen 5 und 8 Grad, im höheren Bergland zwischen 0 und 4 Grad. Der Wind weht mäßig aus Nordwest, in Hochlagen und in Schauernähe mit teils starken Böen.

„Wechselhaft mit Schnee/Schneeregen und Graupelschauer“ – Regenfront am Wochenende

In der Nacht zum Freitag bleibt es laut DWD meist stark bewölkt. Örtlich sind noch Schneeregenschauer möglich, im Bergland Schneeschauer. In der zweiten Nachthälfte wird es häufig trocken. Die Tiefstwerte liegen zwischen plus einem und minus zwei Grad, im Bergland zwischen minus ein und minus fünf Grad. Gebietsweise ist Glätte möglich.

Über die Aussichten für das Wochenende sagt Weise: „Am Freitag kurze Wetterberuhigung, ehe zum Samstag allerdings eine neue Regenfront kommt. Die Temperaturen steigen zum Wochenende wieder etwas an, mit rund zehn Grad bleibt es aber vorerst kühl und auch wechselhaft.“ Diese Phase des Frühlings ist laut einer Bauernregel gerade entscheidend für eine Wetterprognose.

Rubriklistenbild: © imago/Montage

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