Was ist dran?

Uralte Bauernregel macht Wetter-Hoffnung – es kommt auf einen Tag im März an

Der Countdown für die wohl wichtigste Wetter-Prognose des Jahres läuft. Eine alte Bauernregel besagt: Das Wetter am 27. März bestimmt unseren Juli. Die Vorzeichen stehen erstaunlich gut.

Der Rupert-Tag am 27. März ist einer der unbekannteren Lostage im Volkskalender – zu Unrecht. Denn kaum eine andere Bauernregel wagt den Blick direkt in den Hochsommer. Ob der Himmel über NRW an diesem Tag klar ist, wird sich zeigen. Die aktuelle Wetterlage macht zumindest Hoffnung.

Bald ist es soweit – und dabei könnte eine spannende Frage beantwortet werden: Wird der Sommer 2026 schön? Der 27. März ist der Tag des Heiligen Rupert. Und laut einer alten Bauernregel gilt: „Ist an Rupert der Himmel wieder rein, so wird er‘s auch im Juli sein.“ Bei der aktuellen Wetterlage in NRW könnte das eine sehr gute Nachricht sein.

Könnte der Sommer in NRW etwa so aussehen wie am Mannesmannufer in Düsseldorf?

Das verspricht die Bauernregel für NRW

Hinter dem Lostag steckt eine bemerkenswerte Persönlichkeit der frühen Kirchengeschichte. Rupert von Salzburg – auch bekannt als Ruprecht oder Hrodbert – wurde um das Jahr 660 vermutlich in Worms geboren und war zunächst Bischof seiner Heimatstadt, wie das Ökumenische Heiligenlexikon berichtet. Später zog er im Auftrag des bayerischen Herzogs Theodo nach Salzburg, gründete dort das Kloster St. Peter – eines der ältesten Klöster im deutschsprachigen Raum – und baute die Stadt aus den Ruinen des antiken Iuvavum auf. Er gilt bis heute als Schutzpatron des Landes Salzburg und als Förderer des Salzbergbaus.

Rupert starb wahrscheinlich am 27. März 718, dem Tag, der seitdem als sein Gedenktag gilt – im Kirchenkalender auch bekannt als „Rupert in der Fasten“, da er häufig in die Fastenzeit fällt. Die Regel ist einfach und direkt: Scheint am 27. März die Sonne und zeigt sich der Himmel klar, soll auch der Juli sonnig und schön werden. Trübes Wetter am Rupert-Tag hingegen gilt als schlechtes Omen für den Hochsommer.

Damit ist die Rupert-Regel eine der wenigen Bauernregeln, die nicht das unmittelbare Wetter der nächsten Tage oder Wochen vorhersagen, sondern gleich auf den Hochsommer zielen. Eine kühne Ansage – aber eine, die bei Landwirten und Gartenbesitzern seit Jahrhunderten für Aufmerksamkeit sorgt.

Interessant ist dabei: Laut wetter.de hat die Regel sogar eine gewisse meteorologische Grundlage. Sonnige Witterung in der letzten Märzwoche geht statistisch tatsächlich überdurchschnittlich häufig mit viel Sonnenschein im Juli einher – zumindest als Tendenz.

Aktuelle Wetterlage in NRW: Ein gutes Zeichen?

Die Ausgangslage für den Rupert-Tag könnte kaum besser sein. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) beschert eine stabile Hochdrucklage NRW derzeit frühlingshaftes Wetter mit Temperaturen zwischen 17 und 20 Grad. Sollte diese Hochdrucklage bis zum 27. März anhalten oder sich bis dahin wieder festigen, stünden die Zeichen nach der Bauernregel auf einen goldenen Juli in NRW.

Wie bei allen Bauernregeln gilt auch hier: Wissenschaftlich belastbar ist die Vorhersage nicht. Eine verlässliche Prognose über drei Monate hinweg liegt weit außerhalb der Möglichkeiten moderner Wettermodelle, die nach spätestens zwei Wochen an ihre Grenzen stoßen.

Dennoch ist die Rupert-Regel kein reiner Aberglaube. Die meteorologische Tendenz, dass stabile Hochdrucklagen im späten März mit einem sonnenscheinreichen Sommer korrelieren können, ist zumindest nicht vollständig von der Hand zu weisen – auch wenn ein kausaler Zusammenhang fehlt. Es handelt sich um statistische Beobachtungen, keine Gesetzmäßigkeiten. Eine andere Bauernregel will das Wetter über eine Spanne von 40 Tagen vorhersagen.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Jochen Tack

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