Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung

Kältezunge über Deutschland: Jetzt drohen Gewitter, Sturmböen und in einer Region sogar viel Schnee

Ein heftiger Wetterumschwung bringt Sturm, Graupelgewitter und Schnee. Besonders die Alpen geraten ins Visier – mit gefährlichen Entwicklungen. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.

Am Mittwoch (25. März) gerät ganz Deutschland unter den Einfluss einer kräftigen Kaltfront. Der Wind dreht von Südwest auf West bis Nordwest und legt deutlich zu. Im Tiefland werden verbreitet Böen zwischen 60 und 80 km/h erwartet, in Schauern und kurzen Gewittern sind lokal sogar 80 bis 90 km/h möglich.

Eine markante Kältezunge erreicht nahezu ganz West- und Mitteleuropa.

Im Alpenvorland treten verbreitet Sturmböen um 80 bis 90 km/h auf. In den Mittelgebirgen und im höheren Bergland wird es deutlich heftiger: Hier sind durchgehend 90 bis 100 km/h zu erwarten. Auf exponierten Gipfeln wie dem Brocken, im Hochschwarzwald und in den Alpen drohen sogar Orkanböen um 120 km/h. Begleitet wird die Lage von Graupelschauern und kurzen Gewittern, die die Böen zusätzlich verstärken können.

Schneefall setzt ein: Alpen im Wetter-Fokus

In der Nacht zum Donnerstag (26. März) verschärft sich die Wetter-Lage in den Alpen deutlich. Von Süden her setzt intensiver Dauerschneefall ein, der vorwiegend in den Hochlagen enorme Mengen bringt. Bis zum Donnerstag und Freitag können sich in Staulagen bis zu 2 Meter Neuschnee auftürmen. Entsprechende Unwetterwarnungen sind bereits aktiv.

Die Kombination aus Sturm und starkem Schneefall führt zu extrem gefährlichen Bedingungen mit Schneeverwehungen und erheblich eingeschränkter Sicht. Straßen und Pässe könnten unpassierbar werden, auch Lawinengefahr ist ein ernstes Thema.

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Beruhigung erst zum Wochenende

Am Donnerstag (26. März) bleibt es an den Alpen weiter winterlich mit anhaltendem Schneefall, während sich der Wind im restlichen Land etwas abschwächt. Zwar treten noch Böen um 60 bis 80 km/h auf, doch schwere Sturmlagen lassen nach. Am Freitag entspannen sich die Verhältnisse langsam, insbesondere am östlichen Alpenrand lässt der Schneefall nach.

Dennoch bleibt die Lage angespannt, da die enormen Schneemengen und Verwehungen weiterhin für Probleme sorgen können. Bis Samstag ist insgesamt eine langsame Wetterberuhigung zu erwarten. Doch selbst an Ostern könnte es noch kalt werden. Der Sommer ist noch in weiter Ferne, doch blicken bereits jetzt viele auf das mögliche Wetter der kommenden Monate.

Rubriklistenbild: © METEORED/www.daswetter.com

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