Gefrierender Regen
Warnung vor Wetterumschwung in NRW: „Kann gefährlich werden“
Gefrierender Regen bedroht den Berufsverkehr. Auch der Unterricht könnte betroffen sein. Experten warnen vor einem gefährlichen Wetterwechsel in NRW.
Update vom 11. Januar, 11.55 Uhr: Ganz NRW ist auf der Warnkarte des Deutschen Wetterdienstes mit roten Strichen markiert. Heißt: Der DWD hat eine „Vorabinformation Unwetter“ wegen Glatteis herausgegeben. In den meisten Teilen von NRW gilt der Hinweis für Montag, 0 bis 10 Uhr. Für einige östliche Teile des Bundeslands, unter anderem den Hochsauerlandkreis, ist der Zeitraum 5 bis 13 Uhr angegeben. „Es besteht verbreitet Gefahr vor Glatteis“, heißt es von den Wetter-Experten.
Bei einer Vorabinformation handelt es sich noch nicht um eine offizielle Unwetter-Warnung. Der DWD schreibt dazu: „Dies ist ein Hinweis auf eine Wetterlage mit hohem Unwetterpotential. Er soll die rechtzeitige Vorbereitung von Schutzmaßnahmen ermöglichen.“
DWD gibt Vorabinformation wegen Unwetter-Gefahr in NRW heraus
Update vom 11. Januar, 7.40 Uhr: Nach wie vor warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) für Montagmorgen vor „erheblicher Glatteisgefahr“ und spricht in diesem Zusammenhang von Unwetter. Bereits am Sonntagmorgen sind Wetterwarnungen aufgrund von Glätte und teils strengem Frost aktiv. „Heute Morgen verbreitet mäßiger bis strenger Frost zwischen -5 und -9 Grad im Westen und -9 bis -13 Grad im Osten, in Tal- und Muldenlagen sowie bei Aufklaren über Schnee bis -15 Grad“, heißt es im Warnlagebericht des DWD.
[Erstmeldung] Hamm – Nordrhein-Westfalen steht nach einem winterlichen Wochenende vor einem gefährlichen Wetterumschwung. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt für die Nacht zum Montag, 12. Januar, vor gefrierendem Regen, der besonders im morgendlichen Berufsverkehr zu erheblicher Glatteisbildung führen könnte. „Das kann durchaus gefährlich werden“, warnt eine Meteorologin aus Essen mit Blick auf das Wetter angesichts der Kombination aus eiskalten Böden und einer herannahenden Warmfront mit teils starkem Regen.
Gefrierender Regen droht – Wetter-Gefahr in NRW
Die Wetterlage hat nach Einschätzung des DWD Unwetter-Potenzial. Während am Niederrhein die Gefahr noch vergleichsweise gering eingeschätzt wird, droht in der Eifel, im Bergischen Land sowie in der westfälischen Landeshälfte eine kritische Situation. In der Nacht zum Montag rechnen die Meteorologen zunächst mit Temperaturen von minus 4 bis minus 8 Grad, in den Hochlagen des Landes könnten die Werte sogar auf minus 11 Grad sinken.
Das Schulministerium NRW beschäftigt sich bereits mit möglichen Konsequenzen für den Unterrichtsbetrieb. Ob Schülerinnen und Schüler in den Distanzunterricht geschickt werden, werde noch geprüft, heißt es aus dem Ministerium. Der Unwetter-Erlass des Landes sieht Glatteis ausdrücklich als Grund für eine solche Maßnahme vor.
Während der Wetterdienst vor den kommenden Tagen warnt, erfreuen sich Wintersportler noch an idealen Bedingungen. Im Sauerland waren nach Angaben der Wintersport-Arena am Samstag, 10. Januar, nahezu alle Skilifte in Betrieb – auch kleinere Anlagen ohne Beschneiungsmöglichkeit, die nur bei ausreichend Naturschnee öffnen können. Für Langläufer standen mehr als 300 Kilometer gespurte Loipen zur Verfügung. Sturmtief „Elli“ hatte am Samstag vor allem in den Höhenlagen des Sauerlandes, des Bergischen Landes und der Eifel für frischen Schnee gesorgt.
Wintereinbruch mit ganz viel Schnee in NRW – so schön war der Jahresstart 2026




Der Bahnverkehr kämpft unterdessen weiter mit erheblichen Einschränkungen. Obwohl der seit Freitag in Norddeutschland ausgesetzte Fernverkehr am Samstagnachmittag langsam wieder anlief, bleiben viele Verbindungen gestört. Die wichtige Ost-West-Strecke von Berlin und Hannover ins Ruhrgebiet und nach Köln soll voraussichtlich noch bis Sonntag ausfallen. Züge zwischen Hamburg über Bremen nach NRW verkehren hingegen wieder. Auf den ICE-Strecken von Nordrhein-Westfalen in südliche Richtung hat die Deutsche Bahn die Höchstgeschwindigkeiten reduziert, was zu Verspätungen führt. „Bitte prüfen Sie, ob Sie Ihre Reise verschieben können“, rät die Bahn ihren Fahrgästen. Das dürfte auch für den Wochenbeginn gelten. (maho/dpa)
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