Vorsicht auf den Straßen

Live-Warnkarte für NRW zeigt Glätte- und Schnee-Hotspots

Der Winter in Nordrhein-Westfalen verschärft sich noch einmal. Schnee und Glätte treffen am Freitag auch tiefere Lagen. Die Live-Karte zeigt die Hotspots in NRW.

Hamm - Die Menschen in Nordrhein-Westfalen müssen sich in den kommenden Tagen auf eine Verschärfung der winterlichen Wetterlage einstellen. Meteorologen warnen vor einer Kombination aus Schneefall, Glätte und stürmischen Winden, die besonders am Freitag, 9. Januar, für gefährliche Bedingungen sorgen könnte. Unsere Live-Warnkarte zeigt, wo mit Glätte und Schnee gerechnet werden muss.

Der Donnerstag zeigt sich laut David Bötzel vom Deutschen Wetterdienst (DWD) zunächst von seiner „einigermaßen ruhigen“ Seite. „Es ist weitgehend niederschlagsfrei“, erklärt der Meteorologe im Gespräch mit wa.de. Die Temperaturen bleiben in den meisten Regionen NRWs über dem Gefrierpunkt, am Rhein werden sogar Höchstwerte um die 4 Grad erwartet. Allerdings zeichnen sich regionale Unterschiede ab. Während im Großteil des Bundeslandes Regen fällt, muss im äußersten Nordosten und in den Hochlagen des Sauerlandes mit Schneefall gerechnet werden. „Im Mindener Land werden bis fünf Zentimeter, in den Hochlagen des Sauerlandes oberhalb von 400 bis 600 Metern bis zehn Zentimeter Neuschnee erwartet“, so Bötzel.

Winter-Wetter in NRW: Lage könnte am Freitag „brenzlig“ werden

Die Situation spitzt sich am Freitag deutlich zu. „Es wird definitiv eine brenzlige Wetterlage werden“, warnt Meteorologin Verena Leyendecker von Wetteronline. Im Laufe des Tages sinkt die Schneefallgrenze, wodurch auch Regionen oberhalb von 200 bis 400 Metern mit Neuschnee rechnen müssen. „Am Nachmittag und Abend dann auch in tieferen Lagen“, ergänzt DWD-Experte Bötzel.

Besonders gefährlich wird die Situation durch die Kombination von Schneefall und auffrischendem Wind. Der Deutsche Wetterdienst prognostiziert: „Frischer bis starker Südwestwind mit verbreitet stürmischen Böen, teils auch Sturmböen. Im Bergland schwere Sturmböen nicht ausgeschlossen.“ Diese Wetterkonstellation birgt ein erhöhtes Risiko für Schneeverwehungen, insbesondere in exponierten Lagen.

Warnung vor Schneeverwehungen: Möglicherweise zu Hause bleiben

Die sich anbahnende Wetterlage stellt eine erhebliche Herausforderung für den Straßenverkehr dar. Autofahrer müssen sich auf glatte Straßen und eingeschränkte Sichtverhältnisse einstellen. Der Baubetriebshof und die Polizei im Kreis Soest haben bereits eine Warnung herausgegeben: „Die Schneeverwehungen können je nach wechselnder Windrichtung und ausreichend vorhandener Pulverschneedecke auf den angrenzenden Feldern überall auftreten.“

Auch der öffentliche Nahverkehr könnte von den Wetterkapriolen betroffen sein. In besonders gefährdeten Regionen ist mit Einschränkungen oder Ausfällen zu rechnen. Fußgänger sollten ebenfalls vorsichtig sein, da Gehwege durch Glätte rutschig werden können. Angesichts der prognostizierten Wetterlage raten Experten zur Vorsicht. „Wenn das wirklich so kommt, empfiehlt es sich, zu Hause zu bleiben“, betont Meteorologin Leyendecker mit Blick auf den Freitag. Wer dennoch unterwegs sein muss, sollte ausreichend Zeit einplanen, sein Fahrzeug winterfest ausrüsten und sich über die aktuellen Straßenverhältnisse informieren.

Rubriklistenbild: © Thomas Banneyer/dpa | Karte: IPPEN MEDIA

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