Schnee und Glätte
Winterchaos in Teilen des Landes – Experte ordnet Wetterlage in NRW ein
Tief Elli sorgt für Winterchaos in Teilen von Deutschland. Die Prognosen klingen teils dramatisch. DWD-Meteorologe David Bötzel über die Wetterlage in NRW.
Hamm – Im Norden von Deutschland schneit es seit Donnerstagmorgen ergiebig. Teilweise fällt der Unterricht an Schulen aus. Wegen glatter Straßen kam es bereits zu mehreren Unfällen. Die Deutsche Bahn reduziert vorsorglich Fahrten im Fernverkehr, mancherorts sind Straßen wegen Glätte und Schneeverwehungen gesperrt. Auch in NRW wird am Donnerstag, 8. Januar, Neuschnee erwartet. Allerdings nicht überall. Meteorologe David Bötzel vom Deutschen Wetterdienst (DWD) ordnet die Prognosen für Nordrhein-Westfalen ein.
Als „einigermaßen ruhig“ bezeichnet Bötzel die Wetterlage am Donnerstag, zumindest tagsüber. „Es ist weitgehend niederschlagsfrei“, sagt der Meteorologe am Morgen im Gespräch mit wa.de. Ab dem Abend sollen dann von Südwesten her Niederschläge aufkommen, die zunächst in den höheren Lagen der Eifel als Schnee, in Tallagen hingegen als Regen herunterkommen. Die Niederschläge ziehen dann im Laufe der Nacht Richtung Nordosten.
Schnee und Glätte in NRW – doch nicht alle Regionen sind betroffen
Doch Schnee wird es wohl nur in wenigen Regionen geben. „Im größten Teil von NRW fällt Regen“, so der Wetter-Experte. Die Temperaturen liegen am Donnerstag vielerorts im positiven Bereich, am Rhein rechnet der DWD mit Höchstwerten um die 4 Grad. Auch in der Nacht sollen die Temperaturen in den meisten Regionen von NRW über dem Gefrierpunkt bleiben.
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Vereinzelt, so Bötzel, muss mit Glätte gerechnet werden. Das betrifft vor allem den äußersten Nordosten von NRW. Im Mindener Land werden bis fünf Zentimeter, in den Hochlagen des Sauerlandes oberhalb von 400 bis 600 Metern bis zehn Zentimeter Neuschnee erwartet. „Wo die Temperaturen noch relativ tief sind, kann es glatt werden“, so der Meteorologe. Zudem kann vereinzelt gefrierender Regen auftreten, laut DWD vor allem in Senken und Tälern des Berglands.
Gefährlich kann es auf den Straßen durch Schneeverwehungen werden. In der Nacht zu Freitag frischt der Wind auf. „Dabei in der Südhälfte starke Böen bis 60 km/h (Bft 7), im Bergland sowie dem Aachener Raum stürmische Böen bis 70 km/h (Bft 8)“, so die DWD-Prognose. Im Bergland besteht durch den Neuschnee in Kombination mit Sturm die Gefahr von Schneeverwehungen.
Der Baubetriebshof und die Polizei im Kreis Soest warnten bereits am Mittwoch vor den winterlichen Bedingungen auf den Straßen. „Die Schneeverwehungen können je nach wechselnder Windrichtung und ausreichend vorhandener Pulverschneedecke auf den angrenzenden Feldern überall auftreten“, hieß es. Autofahrer sollen besonders vorsichtig fahren.
NRW-Wetterlage ändert sich am Freitag: Neuer Schnee und Sturm sorgen für Gefahr
Am Freitag soll es dann tagsüber kälter werden und die Schneefallgrenze wieder etwas sinken, sodass auch Regionen oberhalb von 200 bis 400 Metern mit Neuschnee rechnen müssen. „Am Nachmittag und Abend dann auch in tieferen Lagen“, erklärt David Bötzel. In der Nacht zu Samstag rechne er dann mit einer verbreiteten Glätte-Lage. Das Ausmaß sei allerdings noch unklar.
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