Auch keine OB-Kandidatur 2020
"Persönliche Gründe": SPD-Chef Kocker gibt Spitzenämter auf
[Update, 20 Uhr] Hamm - Paukenschlag in der Hammer SPD: Überraschend steht der Unterbezirk vor einem Wechsel in der Führung von Partei und Ratsfraktion. Dennis Kocker hat am Donnerstagabend den Rückzug von beiden Spitzenämtern erklärt. Auch als Kandidat für die Oberbürgermeisterwahl im September 2020 stehe er nicht mehr zur Verfügung.
Erst vor wenigen Wochen, am 8. Juli, war der 37-Jährige mit einem soliden Ergebnis (83,3 Prozent Ja-Stimmen) erneut für zwei Jahre im Amt
des Unterbezirksvorsitzenden der Hammer SPD bestätigt worden.
Kocker nannte persönliche Gründe für seinen Verzicht auf Partei- und Fraktionsvorsitz. Angesichts der hohen Termindichte sowohl in seinen politischen Ehrenämtern als auch in seinem Hauptberuf als selbstständiger Anwalt in einer renommierten Hammer Sozietät sehe er sich auf Dauer nicht gewachsen.
Den Zeitpunkt für seinen Rückzug habe er bewusst auf die Zeit nach dem Bundestagswahlkampf gelegt. Noch länger habe er nicht warten wollen, damit der Hammer SPD so viel Zeit wie möglich bleibe, um einen neuen Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl im Jahr 2020 zu finden.
Herter und Moor übernehmen Ämter...
Den Vorsitz der Hammer SPD soll nun der bisherige Stellvertreter und heimische Landtagsabgeordnete Marc Herter übernehmen. Neuer Chef der Ratsfraktion soll mit Justus Moor wieder ein Heessener werden. Diese Personalvorschläge machte Kocker am frühen Donnerstagabend den kurzfristig einberufenen Gremien von Partei und Fraktion.
...aber wer soll Hunsteger herausfordern?
Einen Vorschlag, wer anstelle von Kocker im Jahr 2020 für die SPD um das Amt des Oberbürgermeisters kandidieren soll, gibt es unterdessen noch nicht. Bislang galt es als sicher, dass Kocker erneut antreten würden. Bei der Kommunalwahl 2014 hatte der Volljurist sich achtbar gegen Amtsinhaber Thomas Hunsteger-Petermann geschlagen.
Niemals geht man so ganz:
Ganz aus der Politik zurückziehen wird sich Kocker nicht. Er werde sein Ratsmandat weiter ausüben. Auch will er Aufsichtsratsvorsitzender der Hammer Gemeinnützigen Baugesellschaft und Präsident des Stadtsportbundes bleiben.
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