Wiedergewählt:  Kocker macht CDU Kampfansage

Nach dem Wiederaufbau der Hammer SPD richtete Kocker nun eine politische Kampfansage an die CDU:  „2020 werden wir Sozialdemokraten stärkste Kraft. Über dem Hammer Rathaus soll wieder eine rote Fahne wehen.“
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Nach dem Wiederaufbau der Hammer SPD richtete Kocker nun eine politische Kampfansage an die CDU:  „2020 werden wir Sozialdemokraten stärkste Kraft. Über dem Hammer Rathaus soll wieder eine rote Fahne wehen.“

HAMM - Die Hammer SPD hat sich nahezu geschlossen hinter ihren Vorsitzenden Dennis Kocker gestellt. Bei seiner ersten Wiederwahl im Amt beim Unterbezirksparteitag am Samstag erhielt der 35-Jährige 117 von 119 gültigen Stimmen (99 Prozent). Nach Bekanntgabe des Ergebnisses brach spontaner Jubel aus, der mit minutenlangen, stehenden Ovationen unterstrichen wurde.

Von Detlef Burrichter 

„Vom heutigen Parteitag geht ein starkes Zeichen für eine geschlossene Hammer SPD aus“, sagte Kocker, der auch die Stärkung seiner Machtbasis direkt zu einer Kampfansage an die CDU nutzte: „2020 werden wir Sozialdemokraten stärkste Kraft. Über dem Hammer Rathaus soll wieder eine rote Fahne wehen.“ 

Kocker hatte die Parteiführung vor zwei Jahren nach internen Querelen übernommen, die Vorgängerin Monika Simshäuser in letzter Minute zum Verzicht auf ihre eigentlich geplante erneute Kandidatur gezwungen hatten. 

Kocker sprach diese heikle Situation in aller Deutlichkeit noch einmal an: „Wir standen damals vor einer Zerreißprobe, aber wir haben sie überstanden. So etwas dürfen wir nicht wieder zulassen.“ 

Dass noch nicht alle Wunden restlos verheilt sind, bekamen jedoch Kockers Stellvertreter Marc Herter und Julia Reinermann zu spüren. Herter musste 22 Nein-Stimmen und vier Enthaltungen hinnehmen (80 Prozent Ja), Reinermann zwölf Nein-Stimmen und fünf Enthaltungen (bei 102 Ja-Stimmen). Auch Bildungsbeauftragter Justus Moor, der seit Jahren als zuverlässiger Aktivposten in der SPD gilt, musste mit 13 Nein-Stimmen und fünf Enthaltungen Federn lassen.

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