Früherer Hammer SPD-Hoffnungsträger will es nochmal wissen

Nach einem Jahr Pause kehrt Dennis Kocker in die Politik zurück

Dennis Kocker kehrt überraschend in die Kommunalpolitik zurück.
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Dennis Kocker kehrt überraschend in die Kommunalpolitik zurück.

Während sich die Hammer SPD weiterhin bedeckt hält, welchen Kandidaten sie im September bei der Kommunalwahl fürs Oberbürgermeister-Amt ins Rennen schicken wird, ist ihr einstiger Hoffnungsträger nunmehr im Kreis Warendorf untergekommen.

Kreis Warendorf/Hamm - Dennis Kocker, 2014 OB-Kandidat (29,9 Prozent) in Hamm, Ex-Vorsitzender und Ex-Fraktionschef der Hammer SPD, ist gestern in Warendorf als designierter Landratskandidat für den Kreis Warendorf vorgestellt worden. Bei der Kommunalwahl im Herbst wird der 40-jährige Jurist – vorbehaltlich der Mitgliederentscheidungen Mitte/Ende März – nicht nur für die SPD im Kreis Warendorf, sondern als gemeinsamer Kandidat von SPD, Grünen und Linken antreten.

Die Freien Wähler könnten sich ebenfalls noch hinzugesellen. Hier ist aber noch keine Entscheidung gefallen, da sich die FWG-Spitze derzeit im Urlaub befindet. Der Kreis Warendorf war bislang fest in CDU-Hand. Dr. Olaf Gericke, ebenfalls Jurist, ist seit dem Jahr 2006 hauptamtlicher Landrat und war bei der Kommunalwahl 2014 mit 60,76 Prozent der Stimmen bestätigt worden. „Wenn ich etwas mache, dann richtig. Ich werde Landrat des Kreises werden“, kündigte Kocker gestern nach der Bekanntgabe seiner Nominierung gegenüber unserer Zeitung an.

Herausforderer von Dr. Olaf Gericke

2017 hatte der 40-Jährige den Partei- und Fraktionsvorsitz in Hamm abgelegt. Er habe sich zwischen beruflicher und parteipolitischer Karriere entscheiden müssen, hatte damals die offizielle Begründung gelautet. Kocker war damals aber auch zermürbt von parteiinternen Querelen. Er ist bis heute Partner in der Hammer Kanzlei Schumitz, Wilke & Collegen. Nach seinem Umzug nach Oelde-Stromberg hatte er im September 2019 auch sein Ratsmandat in Hamm niedergelegt. 

„Ich habe wieder Lust auf Politik. Und ich möchte mich da engagieren, wo ich auch wohne“, sagte er gestern gegenüber dem WA. In den vergangenen Monaten habe es eine Vielzahl von Anfragen aus anderen Kommunen gegeben, ob er sich eine Kandidatur vorstellen könne. „Das ging das Ruhrgebiet rauf und runter“, so Kocker. Die Warendorf-Entscheidung sei am Sonntag nach zweiwöchigem Vorlauf gefallen. „Das hat jetzt auch nichts mit der Hammer SPD zu tun. 

In Warendorf strebe ich auch kein Parteiamt an.“ Hamms SPD-Chef Mark Herter erklärte, dass die Nominierung des Hammer OB-Kandidaten im ersten Quartal erfolgen werde. Die Personalkommission tage noch einmal Ende Februar und dann im März. Ende April würden die Wahlen der Kandidaten für Rat und OB sein.

Der frühere Hoffnungsträger der Hamm-SPD hatte der Stadt und der hiesigen Lokalpolitik im Winter 2019 den Rücken gekehrt. Bereits im Oktober 2017 hatte er "aus persönlichen Gründen" alle Spitzenämter aufgegeben. Unlängst kehrte er als Schiedsrichter auf den Fußballplatz zurück.

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