Hochwasser in Rhynern: Gemeinsame Lösungssuche
RHYNERN - Es war das Aufreger-Thema der letzten Wochen, folgerichtig nahmen das Hochwasser und dessen Folgen auch den größten Platz in der Sitzung der Rhyneraner Bezirksvertretung ein.
Und für die am stärksten betroffenen Gebiete in Süddinker sowie West- und Osttünnen gibt es etwas Hoffnung auf eine baldige Verbesserung. Zumindest gibt es in der Verwaltung klare Vorstellungen, welche Maßnahmen umgesetzt werden müssen; nicht direkt morgen, aber so schnell wie (bürokratisch) möglich.
„Die Pläne für Westtünnen sind bis auf kleine Details fertig, so dass ich sie bald vorstellen kann. Entsprechende Gelder werden für den kommenden Haushalt beantragt“, bestätigte Daniela Asch vom Tiefbau- und Grünflächenamt in der Bürgerfragestunde, an der auch viele „Hochwasser-Opfer“ teilnahmen.
Ortstermin an Von-Thünen-Straße zugesagt
Gleichzeitig sagte Amtskollege Hermann Bußkamp einen Ortstermin an der Von-Thünen-Straße zu. Anwohner berichteten gestern, dass ihren Beobachtungen zufolge, das Wasser vom östlichen Teilstück der Straße in Richtung Westen, also zur Dorfmitte, statt in Richtung Ahse geflossen sei. Grund sei die zu hohe Grabensohle, die im Bereich Von-Thünen- und Kuhstraße seit „30 Jahren nicht mehr gepflegt worden ist“, wie Anwohner Alfons Schulze-Geiping berichtete.
Süddinker als positives Beispiel
Dass gemeinsame Ortstermine mit Anwohnern fruchtbar sein können, beweist das Modell in Süddinker, wo es eine Bürgerbewegung nach dem Hochwasser gab. „Das funktioniert sehr gut, wir sind ständig mit den Bürgern in Kontakt und zuversichtlich, dass wir schon bald in Bezug auf den notwendigen Grunderwerb weiter kommen könnten“, so Asch.
Bürgerbeteiligung in Osttünnen
Ähnliches soll auch in Osttünnen auf den Weg gebracht werden. Auch hier funktioniert ein Lösungsansatz, das Wasser aus dem Ort wegzuleiten, nur über Grunderwerb. „Wir streben eine Bürgerbeteiligung bei der weiteren Planung an und hoffen, dass sich durch Generationswechsel sowie einer erhöhten Sensibilität für dieses Thema nach dem jüngsten Hochwasser etwas bewegt“, so Asch. - jb
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