Stadt zieht Bilanz zum Hochwasser

Betroffen vom Hochwasser waren Ende Juli auch die Menschen am Westberger Weg.
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Betroffen vom Hochwasser waren Ende Juli auch die Menschen am Westberger Weg.

HAMM - Das schwere Unwetter, das am 28. Juli viele Menschen in Hamm vollkommen unerwartet und unvorbereitet traf, beschädigte auch zahlreiche städtische Gebäude. Innerhalb weniger Stunden überfluteten die Wassermassen Keller und Straßen. Jetzt zieht die Stadt eine Bilanz ihrer Schäden und will aus den Ereignissen lernen.

Schwerpunkte und kritische Bereiche sollen analysiert werden. Wie die Stadt mitteilte, musste in mehr als 20 öffentlichen Gebäuden Wasser abgepumpt und Böden getrocknet werden. Die Kosten dafür gingen in die zehntausende Euro. Die Verwaltung betonte aber, dass man einem solchen Ereignis ausgeliefert sei. Versäumnisse bei der Abwasserbehandlung seien nicht zu beanstanden. „Abwasseranlagen werden nicht für Regenereignisse dieses Ausmaßes bemessen.“ Auch seien alle „verstopfungs- und damit auch überschwemmungsgefährdete Bereiche in bebauten Gebieten“ wöchentlich kontrolliert und gereinigt worden, erklärt die Verwaltung.

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Ein solcher Starkregen trete zudem statistisch gesehen nur sehr selten auf. Auch in Zukunft sei demnach mit Unwettern und Hochwassern zu rechnen. Es könnte „künftig vermehrt zu lokal begrenzten Starkregenereignissen“ kommen, ist sich die Stadt sicher. Viele Hammer Bürger waren von den schweren Regenfällen und den Überschwemmung betroffen. Neben überfluteten Straßen liefen auch viele Keller voll und verursachten Sachschäden in Millionenhöhe. Allein die Provinzialversicherung meldete aus Hamm 128 Schadensfälle mit Kosten von insgesamt 1,3 Millionen Euro (WA berichtete).

Die Gebäude der Stadt kamen dagegen insgesamt relativ glimpflich davon. An folgenden Objekten entstand hoher Sachschaden: J Sachsenhalle: Hier wurden 34 000 Euro in die Instandsetzung und die Trocknung des Hallenbodens investiert. J SVE Heessen: Es entstanden Kosten in Höhe von 15 000 Euro. Allein 6 000 Euro kostete die Instandsetzung der elektrischen Anlage. J Freiherr-vom-Stein-Gymnasium: Im Musikraum entstanden Schäden von rund 10 000 Euro.

Betroffen war vor allem der Boden, der getrocknet werden musste. J Kappenbuschschule: Hier fielen rund 9 000 Euro für die Beseitigung der Schäden an. 3 000 Euro kostete die Trocknung dreier Klassenräume. J Martin-Luther-Schule: An der Hauptschule verursachte der Starkregen Kosten von 5 500 Euro. Räume mussten künstlich getrocknet werden. Allein an diesen fünf Gebäuden fielen demnach Kosten in Höhe von insgesamt 73 500 Euro an. - moe

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