Situation in der Hammer Fußgängerzone (mit Umfrage)
Burger statt Damenwäsche: Oststraße wird weiter belebt
Hamm - Der östliche Teil der Fußgängerzone wird überraschend schnell weiter belebt. In die Räume des Wäschegeschäfts Mode Hirschel wird im April ein Hamburger-Laden einziehen. Kurz vorher geht der "Miguels"-Nachfolger an den Start.
Inhaber des "Beef Clubs" ist Robin Conte. Der 28-Jährige betreibt seit 2016 in Soest ein hochwertiges Burger-Angebot selben Namens. Weil dieses "besser als erwartet" angelaufen sei, gibt es das Vorhaben nun auch für den Standort an der Pauluskirche. Auf der Facebookseite des Anbieters wird bereits fleißig für den Hammer Ableger geworben - Tenor: "Supported unseren #2 @beefclub.hamm". Contes (Wunsch-) Eröffnungstermin ist Anfang April.
Der "Beef Club" (hier geht's zur Homepage) empfiehlt sich selbst als "Multi-Cuisine"-Angebot mit Burgern, Fritten und Milkshakes "frisch
aus eigener Herstellung". Verwendet würden im "Wohlfühlrestaurant" nur "beste, frische Zutaten" wie "Rindfleisch aus der Region vom Metzger aus der Region" und "Gemüse, Salate und Eis von Vertragspartnern unseres Vertrauens aus der Region".
Mit rund 140 Quadratmetern wird das Hammer Lokal doppelt so groß sein wie das in Soest. 36 Sitzplätze soll es ab April drinnen geben; wie viele es draußen sein werden, muss noch mit der Stadt geklärt werden. Derzeit wird die etwas staubig wirkende Hirschel-Einrichtung ausgeräumt. Am 5. Februar sollen die Umbauarbeiten beginnen. Geschäftsführerin wird Contes 21-jährige Nichte Gianna sein; Conte selbst wird in der ersten Zeit in Hamm aber kräftig mit anpacken.
Der Soester Jungunternehmer hatte sich bei der Suche nach einem Ableger seines ersten "Beef Clubs" in mehreren Städten umgesehen - in Hamm fand er letztlich die in Sachen Standort und Optik für sich passendsten Bedingungen. Vor allem die Parkmöglichkeiten in der Nähe findet der 28-Jährige interessant, weil sie für sein Außerhaus-Angebot wichtig sind. In Soest befindet sich der Beef Club am Ring und ist damit mit dem Auto natürlich gut zu erreichen.
Wie Conte erzählt, begannen die Verhandlungen mit der Vermieterin des Objekts schon seit Oktober 2017; zu einer Einigung sei es aber erst zum Jahreswechsel gekommen. Die Gesamt-Investitionssumme liegt laut Conte bei etwa 100.000 Euro.
Gastro-Zeile abseits der Meile
Noch im Sommer 2017 war die Laune in der Oststraße ziemlich im Keller. Das ändert sich jetzt spürbar. Mit der anstehenden Neueröffnung entwickelt sich die Fußgängerzone im östlichen Bereich weiter zu einer Art Gastro-Meile.
Unweit des "Beef Clubs" soll im Lauf des März das griechische Restaurant "Proto" eröffnen - und zwar in den früheren Räumen des "Miguels" (hier klicken für unseren Bericht dazu). Von entsprechenden Arbeiten ist dort von außen zwar noch nichts zu sehen. Doch die Vorbereitungen sind tatsächlich auf einem guten Weg, wie Pächter Georgios Desiris am Dienstag auf Nachfrage von WA.de sagte.
Nach versicherungstechnisch bedingten Verzögerungen - im Ladenlokal hatte es im April 2017 gebrannt - sei inzwischen "alles gereinigt". Am Mittwoch stünde ein Treffen mit dem Architekten und den beteiligten Handwerkern an; das Mobiliar sei längst bestellt. 120 Plätze sollen bei "Proto" künftig vorgehalten werden, zuzüglich Außengastronomie. Acht oder neun feste Mitarbeiter - plus Aushilfen - werden eingestellt.
Gastro-Meile zwischen Nord- und Antonistraße:
Cafe Extrablatt - Enge Weste - Eiscafe Venezia - Westend - Grieche Proto (demnächst) - Italiener Torino - Eiscafe Casal - Marktschänke - Beef Club (demnächst) - Hardy's - Reinhardt's - Shisha-Bar "Skyline"
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