"Miguels" Tapas-Bar am Marktplatz vor dem Aus

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Gegen den Betreiber der Tapas-Bar läuft ein vorläufiges Insolvenzverfahren.

Hamm-Mitte - Die Tage der „Miguels" Tapas-Bar am Marktplatz 15a sind offenbar gezählt. Momentan ist der Betrieb vollständig eingestellt. Nach dem Feuer von Dienstag ist die Küche zumindest vorläufig nicht mehr benutzbar. Im Gespräch mit unserer Zeitung sagte die Hauseigentümerin zudem, sie suche nach einem neuen Pächter. „Damit wird das Lokal dann auch nicht mehr ,Miguels’ heißen“, so die Eigentümerin.

Zum jetzigen Zeitpunkt sei es aber zu früh, um über potenzielle Nachfolger zu sprechen. Momentan deutet damit aber alles darauf hin, dass es keinen direkten Nachfolger des jetzigen Betreibers geben wird, der die Gastronomie mit dem aktuellen Konzept weiterführt. Gegen seine Person und den Betrieb wurde im Februar ein Insolvenzverfahren eröffnet. Am Mittwoch hatte der vorläufige Insolvenzverwalter noch gesagt, es hänge mit entscheidend vom Ausmaß des Brandschadens ab, ob sein Mandant den Betrieb weiterführen könne. Nach der aktuellen Entwicklung ist das nun hinfällig. 

Neben dem vorläufigen Insolvenzverfahren gibt es zudem ein längeres offenes Ermittlungsverfahren des Finanzamts, das aber vorläufig eingestellt ist. Möglich bleibt im Ausgang dennoch eine eine Gewerbeuntersagung. 

Der Brand habe sie sehr betroffen gemacht, sagte die Hauseigentümerin gestern. Es sei noch Glück im Unglück gewesen, dass niemand verletzt worden sei und auch das Gebäude keinen größeren Schaden genommen habe. Momentan sei sie mit der Schadensbehebung voll beschäftigt. Die Polizei hatte die Schadenssumme auf 25 000 Euro geschätzt. 

Rein spekulativ ist zurzeit auch, ob sich in dem Ladenlokal überhaupt wieder Gastronomie ansiedeln wird. Mit dem „Miguels“ ist Gastronomie an diesem Standort nicht zum ersten Mal gescheitert. Zuvor musste das „Leo’s“ schließen. Die Lage am Markt mit der Möglichkeit für Außengastronomie gilt dennoch als eine der attraktivsten in der Innenstadt. Bevor der Betreiber des „Miguels“ 2015 schließlich seinen Vertrag verlängern konnte, hatte die Hauseigentümerin das Objekt auf einschlägigen Plattformen inseriert. Zu einem Abschluss mit einem anderen Interessenten war es aber nicht gekommen.

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