14 Filialen
Nach Insolvenz: Buchhändler schließt alle Filialen – über 400 Mitarbeiter betroffen
Ein Online-Buchhändler zieht den Schlussstrich. Nach Insolvenz und erfolgloser Suche nach Investoren endet das Kapitel. 440 Mitarbeiter werden gekündigt.
Hamm - Nachdem der Online-Buchhandel im Juni Insolvenz angemeldet hat, wurde nun bekannt gegeben, dass Weltbild seinen Betrieb zum 31. August endgültig einstellen wird. Christian Plail, der vorläufige Insolvenzverwalter, gab bekannt, dass die letzten verbliebenen 14 Filialen des Unternehmens derzeit Räumungsverkäufe durchführen und danach schließen werden.
Auch der Versandhandel in Augsburg werde geschlossen. Bis zum Ende des Monats sollen noch Online-Bestellungen ausgeliefert werden. Die 440 Mitarbeiter werden zum September hin gekündigt.
Nach Insolvenz: Buchhändler schließt alle Filialen – über 400 Mitarbeiter betroffen
Im vergangenen Juni wurde beim Amtsgericht Augsburg Insolvenz beantragt. Plail erklärte: „Eine dauerhafte und nachhaltige Betriebsfortführung ist ohne frisches Kapital aufgrund der andauernden Verlustsituation nicht möglich.“ Die Kosten für IT und Marketing sowie der Zeitaufwand seien zu hoch, um das Unternehmen lukrativ weiterzuführen.
Das Unternehmen war auf der Suche nach Investoren – jedoch ohne Erfolg. Angesichts der erforderlichen Investitionen und der Kosten in einem bereits hart umkämpften Markt waren Investoren nicht bereit, das Unternehmen zu übernehmen, auch nicht in begrenztem Umfang. Es bestehe jedoch Interesse an den Markenrechten und Lagerbeständen. Diese Verhandlungen werden fortgesetzt.
Weltbild schließt die letzten Filialen: Suche nach Investoren lief ohne Erfolg
Das heutige Weltbild-Geschäft ist aus dem gleichnamigen ehemaligen Unternehmen der katholischen Kirche hervorgegangen. Und: Bereits vor zehn Jahren hatte die damalige Verlagsgruppe Weltbild Insolvenz angemeldet. Später wurde sie jedoch neu aufgebaut. Damals musste auch die Filiale im Hammer Allee-Center schließen.
Die Welle der Insolvenzen scheint kein Ende zu nehmen. Der bekannte Hersteller von Solaranlagen, Bosswerk, meldet Insolvenz an. Kunden können zwar weiterhin Produkte kaufen, allerdings mit Einschränkungen. Und auch das „Linus“ in bester Innenstadt-Lage in Dortmund war von einem Tag auf den anderen dicht. Nach langem Rätselraten ist jetzt klar, warum. Der Betreiber ist insolvent. (mit dpa-Material)
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