„Linus“ in Dortmund
„Wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung“: Aus für Restaurant in bester Innenstadt-Lage
Das „Linus“ in bester Innenstadt-Lage in Dortmund war von einem Tag auf den anderen dicht. Nach langem Rätselraten ist jetzt klar, warum. Der Betreiber ist insolvent.
Dortmund - Viel zentraler geht es nicht: Der Propsteihof in Dortmund ist nur ein paar Dutzend Schritte vom belebten Westenhellweg entfernt. Wer es in der Innenstadt gern weniger hektisch mag, findet hier Ruhe. „Top-Lage“, nennt man so etwas. Doch die war offenbar nicht top genug für das „Linus“. Das Café -Restaurant hat nach gut 15 Jahren geschlossen, der Betreiber Insolvenz angemeldet.
Insolvenz: Aus für Café-Restaurant „Linus“ in der Innenstadt von Dortmund
„Bis auf Weiteres geschlossen“ – so stand es auf einem Aushang an der Tür zum Propsteihof, zum ersten Mal Anfang Mai. Wochen vergingen, und es tat sich nichts. Weder wurde das „Linus“ wieder geöffnet, noch gab es einen Grund für dessen Schließung, die – wie jetzt klar ist – keine vorübergehende ist. Die hinter der Gastronomie steckende Gasttraum GmbH ist insolvent.
Am 3. Mai ging der Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens beim Dortmunder Amtsgericht ein, am 21. Juni wurde es unter dem Aktenzeichen 251 IN 45/24 eröffnet – „wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung“, wie es in der Veröffentlichung des Gerichts heißt. Zum Insolvenzverwalter wurde der Dortmunder Rechtsanwalt Thorsten Klepper ernannt.
Insolvenz von Linus in Dortmund: Bedauern bei Kunden
Damit ist das lange Rätselraten in Sozialen Medien beendet. Dort wird das Aus für das 2009 eröffnete Café-Restaurant bedauert. „Schade“ ist in den Kommentaren unter der Nachricht von der Insolvenz das meistbenutzte Wort. „Sehr schade, das war ein Lokal, wo man sich wenigstens noch unterhalten konnte“ schreibt eine Userin auf Facebook. Und ein anderer: „Zu schade, es war doch immer gut besucht und das Essen war auch sehr gut.“ Auch bei einer weiteren Kundin scheint Verwunderung durch: „Verrückt - der Laden war proppenvoll, als ich das letzte Mal da war.“
Insolvenzen gehören zu den Schattenseiten der deutschen Wirtschaft. Zuletzt hat viele Unternehmen aus der Gastro-Szene in Nordrhein-Westfalen das Aus ereilt. Ebenfalls in bester Lage, in der Düsseldorfer Altstadt, schloss erst kürzlich eine Ballermann-Disco.
Die Insolvenz des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) hat in Hamm einen langen Rattenschwanz an Herausforderungen zur Folge. Die Auswirkungen sind in vielen Bereichen zu spüren. Manchmal gibt es aber gute Nachrichten: Ein Weltmarktführer aus NRW ging in die Insolvenz – und konnte gerettet werden.
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