Folgen der Inflation
Unterschied zu Rentnern: Inflation hat geringere Auswirkungen auf Pensionäre
Die Inflation trifft die Menschen in Deutschland. Einige Haushalte kommen besser durch die Krise. Es gibt einen Unterschied zwischen Rentnern und Pensionären.
Hamm – Die Inflation trifft jeden. Steigende Preise für Energie und Lebensmittel machen einigen Menschen das Leben schwer. Wer Rente bezieht, ist zwar von der Inflation nicht wesentlich stärker betroffen als andere Haushalte. Trotzdem mussten Menschen im Ruhestand wegen der Inflation Einschränkungen in Kauf nehmen – eine Personengruppe allerdings viel weniger stark.
Pensionäre weniger von Inflation betroffen als Rentner
In seiner aktuellen Studie weist das Institut der Deutschen Wirtschaft auf einen Unterschied hin, die die Inflation offenbart hat: Pensionäre waren in den vergangenen zwei Jahren am wenigsten davon betroffen. Andere Gruppen, also gesetzlich versicherte Rentner und Rentner aus berufsständischen Versorgungswerken – etwa Ärzte, Juristen oder Steuerberater – mussten hingegen im Verhältnis auf mehr verzichten.
Im Jahr 2022 lag die Inflationsrate noch bei 7,0 Prozent, im Jahr 2023 bei 5,3 Prozent. Der Vergleich zeigt, dass für Beamte im Ruhestand die Preissteigerungen die geringsten Konsequenzen hatten:
| Inflationsraten (Jahresdurchschnitt) | gesetzlich versicherte Rentner | Pensionäre | Rentner aus berufsständischen Versorgungswerken | Sonstige Haushalte |
|---|---|---|---|---|
| 2022 | 8,1 | 7,0 | 8,3 | 8,1 |
| 2023 | 5,8 | 5,3 | 5,4 | 5,7 |
Gesundheitsleistungen im Vergleich kaum teurer
Zwischen gesetzlich versicherten Rentnern und Pensionären gibt es Unterschiede. Der Grund dafür liegt in der Art der Krankenversicherung. Jedenfalls begründen die Forscher ihr Ergebnis mit den Kosten für Gesundheitsleistungen, die im Vergleich zu Nahrungsmitteln oder Strom kaum teurer geworden sind. Denn: Beamte, und damit auch Pensionäre, sind privat versichert.
Für Arztbehandlungen und Medikamente gehen sie daher in Vorkasse – und somit nimmt das Segment Gesundheit auch einen hohen Stellenwert in der Ausgabenkalkulation ein. Dadurch geben Pensionäre von Natur aus viel Geld für einen Bereich aus, der kaum von der Inflation betroffen ist. Die Folge: eine positive Auswirkung auf die Gesamtbelastung.
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Größter Unterschied auf monatliche Sicht
Das Branchenmagazin WirtschaftsWoche gibt zu bedenken: „Rechnet man mit einer Rückerstattung der Beihilfe von rund 70 Prozent der Kosten, nähert sich die Inflationsrate der Pensionäre zwar an die anderen Vergleichsgruppen an. Vor allem 2023 ähneln sich die Prozentpunkte sehr.“ Im Jahr 2022 sei die Rente dennoch niedriger als die der anderen Rentner: 7,8 Prozent im Jahr 2022 und 5,7 Prozent im vorigen Jahr.
Den größten Unterschied zwischen den Ruheständlern gebe es demnach jedoch auf monatliche Sicht. Zum Jahresende 2022, als die Inflation ihren Höhepunkt erreichte, lag die Differenz zwischen Pensionären (ohne Beihilfe) und Rentnern in der Gesetzlichen Rentenversicherung bei knapp zwei Prozentpunkten.
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