Entscheidung steht

EVG gibt Ergebnis bekannt: Unbefristete Streiks bei der Bahn abgewendet

Am Montag präsentierte die EVG das Ergebnis der Urabstimmung. Es war deutlich. Die Streiks sind abgewendet.

Update vom 28. August: Bei der Deutschen Bahn droht in den nächsten Wochen kein unbefristeter Streik. Bei der Urabstimmung der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG haben sich weniger als die nötigen 75 Prozent der Abstimmungsteilnehmer für einen solchen Arbeitskampf ausgesprochen, wie die Deutsche Presse-Agentur am Montag am Rande einer EVG-Sitzung erfuhr.

[Erstmeldung] Hamm - Der Tarifkonflikt der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) und der Deutschen Bahn könnte am Montag endgültig beendet sein. Am Mittag gibt die EVG das Ergebnis der Urabstimmung über den Schlichterspruch bekannt. Der Gewerkschaftsvorstand hatte empfohlen, den Kompromiss anzunehmen. Doch was entscheiden die Mitglieder?

EVG gibt Ergebnis bekannt: Kommen unbefristete Streiks bei der Deutschen Bahn?

Stillstehende Züge, Verspätungen, Ausfälle – seit Februar kam es immer wieder zu befristeten Streiks der EVG. Seitdem verhandelt die Gewerkschaft mit der Deutschen Bahn über neue Tarifverträge. Die Verhandlungen im Juni waren gescheitert. Was folgte war ein Schlichtungsverfahren und eine Urabstimmung der Mitglieder. Das Ergebnis soll am Montag präsentiert werden. Entscheiden sich die Mitglieder dazu, weiter in den Arbeitskampf zu treten und für ein besseres Tarifergebnis zu kämpfen, drohen unbefristete Streiks bei der Deutschen Bahn.

Zu einem unbefristeten Streik kommt es dann, wenn 75 Prozent der Mitglieder bei der Urabstimmung für eben jene Maßnahme stimmen. Demgegenüber stehen gerade einmal 25 Prozent, die für eine Annahme des Schlichterspruchs stimmen müssen. Die Abstimmung endete bereits am vergangenen Freitag, 25. August. Dass es zu unbefristeten Streiks bei der Deutschen Bahn kommt, ist zwar unwahrscheinlich, aber durchaus möglich.

Keine Streiks bei der Deutschen Bahn mehr? Nächste Tarifverhandlungen stehen bevor

Weiterhin könnte es im Laufe des Jahres 2023 weiterhin zu Streiks bei der Deutschen Bahn kommen, auch wenn die EVG am Montag zustimmen sollte. Bereits im Herbst beginnen die Tarifverhandlungen mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL). Am 31. Oktober endet die Friedenspflicht. Gefordert werden unter anderem 555 Euro mehr pro Monat sowie eine Absenkung der wöchentlichen Arbeitszeit für Schichtarbeiter von 38 auf 35 Stunden. Auch die Inflationsausgleichsprämie ist ein Thema – ebenso wie bei der EVG.

Alle Beschäftigten sollen eine steuer- und abgabenfreie Inflationsausgleichsprämie von 2.850 Euro im Oktober ausgezahlt bekommen. Auch sieht der Schlichterspruch eine Entgelterhöhung von 410 Euro pro Monat in zwei Stufen bei einer Laufzeit von 25 Monaten vor.

Rubriklistenbild: © © Andreas Rother

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