Rekordwinter adieu?
Wetter-Prognose für März-Anfang eindeutig – „Das ist schon ungewöhnlich“
Rekordwinter adieu? Die Wetter-Prognose für die erste Märzhälfte ist eindeutig – und teils „ungewöhnlich“, sagt der Meteorologe Dominik Jung.
Hamm - Im Skigebiet Willingen ist der Liftbetrieb schon eingestellt worden, in Nordrhein-Westfalen sieht es in Sachen Wintersport ebenfalls düster aus. Die Hoffnungen auf einen erneuten Wintereinbruch in Deutschland schwinden allmählich. Der Februar 2024 wird als der wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1881 in Erinnerung bleiben – und sorgt somit dafür, dass der Winter 2023/2024 auf Platz drei der wärmsten Winter seit mehr als 140 Jahren landet. Doch war's das jetzt wirklich mit Kälte und Schnee? Die Prognose für die erste Märzhälfte ist eindeutig.
Wetter-Prognose für März 2024: „Es geht Richtung Frühling“
Am 1. März ist meteorologischer Frühlingsanfang. Und laut Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net kommt der Frühling auch. Ein Märzwinter scheint kein Thema mehr zu sein – zumindest nicht für ersten Wochen. Schon in der vergangenen Woche war die Prognose für den März 2024 korrigiert worden. Es deutete sich an, dass der Monat eher wärmer wird als üblich. „Ein Märzwinter ist bis zum 9. März überhaupt kein Thema“, so Dominik Jung.
Und die Prognose erhärtet sich wohl. „Es geht Richtung Frühling“, sagt der Diplom-Meteorologe beim Blick auf die aktuellen Wetterkarten. Bereits am letzten Februar-Tag klettern die Temperaturen in Deutschland stellenweise auf bis zu 16 Grad. Ähnlich mild wird es am Freitag, 1. März. In Hochlagen und an der See wird es aber zunächst noch etwas kühler sein.
Wetter-Prognose für Anfang März eindeutig – „Das ist schon ungewöhnlich“
Viel wichtiger wird vielen Menschen aber wohl sein, dass die Sonne sich vermehrt blicken lässt. Und: Es bleibt trocken, zumindest in einigen Regionen. Während der Westen und Süden noch einige Regenschauer abkriegen wird, gibt es im Rest von Deutschland bis Samstagabend, 2. März, wenig bis gar keinen Niederschlag. „Das ist schon ungewöhnlich. Nach den sehr nassen Wochen ist man es kaum noch gewohnt, dass es mal mehrere Tage am Stück trocken bleiben könnte – zumindest in einigen Regionen von Deutschland“, sagt Dominik Jung.
Insgesamt, erklärt der Meteorologe, bleibt das Wetter bis Mitte März ruhig. Kein Dauerregen, kein Sturm, kein Wintereinbruch. Laut Jung berechnet das europäische Wettermodell für die ersten beiden Märzwochen eine „deutlich höhere Temperatur, als normalerweise für diese Jahreszeit zu erwarten wäre“. Wohlgemerkt seien Kaltluftvorstöße bis in den Mai hinein möglich. So erwarten viele Menschen die Eisheiligen im Frühling. Und im Juni kommt die Schafskälte – ebenfalls eine Bauernregel zum Wetter.
Wie der Sommer 2024 ausfallen wird, vermag kein seriöser Meteorologe zum aktuellen Zeitpunkt vorhersagen. Der 100-jährige Kalender gibt eine Wetter-Prognose ab – wir erklären, was was dahinter steckt.
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