Unwetter

Verhalten bei Unwetter: Bei Gewitter wird selbst das Handy zur Gefahr

Vom Blitz getroffen zu werden, ist selten, allerdings nicht unmöglich. Das zeigt ein Vorfall in Soest am Pfingstwochenende. Tipps können das Risiko senken.

Hamm - Unwetter ziehen immer wieder über Deutschland. Unter anderem wurden am Pfingstwochenende 2024 von schweren Gewittern getroffen. Bei einem Zeltlager in Soest (NRW) kamen am Sonntag nach Blitzeinschlägen 38 Leichtverletzte ins Krankenhaus. In Dresden wurden zehn Menschen nach einem Blitzeinschlag teils schwer verletzt. Wie entgeht man der Gefahr, die von Gewittern ausgeht?

Verletzte nach Blitzeinschlägen – wichtige Verhaltenstipps bei Gewitter

„Leichter Regen, Gewitter und unwetterartiger Starkregen können nur wenige Kilometer auseinander liegen. Wenn man von einem Unwetter überrascht wird, kann es schlimm werden“, erklärt Wetteronline-Meteorologe Niklas Weise. Damit man sich nicht selbst bei Gewitter in Gefahr bringt, kann man einige Hinweise beachten:

  • Vorwarnung über Wetterdienste: Der Deutsche Wetterdienst und diverse weitere Wetterportale warnen auf ihrer Website oder über Apps vor Unwettern. Nutzer können sich so rechtzeitig einen Überblick über die Wetterlage verschaffen.
  • Schutz suchen: Sobald sich ein Gewitter anbahnt, sollte man Schutz im Auto oder in einem Gebäude suchen, rät Wetteronline. Das Auto solle man dann nicht in der Nähe von Bäumen parken, da diese bei einem Unwetter umstürzen könnten. Wer sich weder in der Nähe seines Autos noch eines Gebäudes aufhält, der sollte eine Senke suchen und in die Hocke gehen.
  • Nicht im Wasser aufhalten: Schwimmbäder und Pools sollten bei androhendem Gewitter geräumt werden. „Wasser ist ein ausgezeichneter elektrischer Leiter und selbst bei weit entfernten Blitzeinschlägen ist ein Stromschlag möglich“, so Wetteronline. Gleiches gilt übrigens auch für die heimische Badewanne. Auch das Duschen ist nicht ganz ungefährlich.
  • Tunnel meiden: Mit Gewittern ist oft auch Starkregen verbunden. Wer bei Unwettern mit dem Auto unterwegs ist, der sollte die Durchfahrt durch Unterführungen und Tunnel vermeiden. Laut Wetteronline staut sich nämlich das viele Wasser dort und kann für Fahrer und Automotoren zur Gefahr werden.
  • Metallische Gegenstände entfernen: Der Deutsche Wetterdienst rät zudem, metallische Gegenstände vom eigenen Körper zu entfernen. Dazu zählen zum Beispiel Regenschirme und Wanderstöcke, aber auch Handys können als gefährliche Stromleiter fungieren.

Wer vor Gewitter fliehen will, sollte mit geschlossenen Beinen hüpfen

Ein weiterer Verhaltenstipp mag vielleicht merkwürdig klingen, kann aber helfen. Wer vor einem Gewitter fliehen will, der sollte nicht wegrennen, sondern mit geschlossenen Beinen hüpfen. Denn stehen die Füße bei einem Blitzeinschlag voneinander entfernt, so wie es beim Laufen der Fall ist, besteht ein Spannungsunterschied zwischen ihnen und der Strom kann durch den Körper fließen.

Unwetter können nicht nur Menschen schaden, auch Gebäude können beispielsweise vom vielen Regen beschädigt werden. Doch was zahlt die Versicherung – und welche ist überhaupt die richtige?

Rubriklistenbild: © Florian Gaertner / Imago

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