Tipps & Tricks

Blitze bei Unwetter: Warum hüpfen besser schützt als wegrennen

Wer sich in einem Gewitter befindet, kann sich mit einigen Tricks vor Blitzen schützen. Skurril, aber wirksam: Hüpfen ist besser als wegrennen.

Hamm - Es ist warm in Deutschland. Am Mittwoch zeigte das Thermometer in Nordrhein-Westfalen gar bis zu über 30 Grad an. Doch wo Hitze ist, das ist ein Gewitter meist nicht weit. Schon im Laufe des Donnerstags könnten heftige Gewitter auf NRW niederprasseln. Doch wie schütze ich mich vor Blitzeinschlägen, wenn ich mich draußen im Freien befinde? Es gibt einige Tipps und Tricks.

Schutz vor Blitzen: Hüpfen statt wegrennen im Zentrum eines Gewitters

Schon in der Grundschule lernt man, dass man beim Gewitter nicht die Nähe zu Bäumen suchen sollte. Schlägt der Blitz im Stamm ein, kann die Spannung schnell überspringen. Auch freie Felder und Wiesen sollten vermieden werden, zumal sich Blitze stets die höchste Stelle für den Einschlag suchen. Viel besser eignen sich hingegen Autos und Gebäude. Beide dienen als Blitzableiter. Ein PKW wird während eines Gewitters gar zu einem sogenannten „Faradayschen Käfig“.

Bedeutet: Der Blitz wird über die Karosserie des Autos in die Reifen und dann in den Boden abgeleitet. Wer während eines plötzlichen Gewitters keinen Schutz gefunden hat, der kann einfache Regeln befolgen, um die Chance eines direkten Blitzeinschlags zu minimieren. So sollte Abstand von Metall gehalten werden. Dieses zieht den Blitz zwar nicht an. Aber Fahrräder, Mobiltelefone und weitere Objekte dienen als Stromleiter. Schwere Verbrennungen könnten die Folge sein.

Gewitter: Füße dienen als Spannungsleiter - wie man sich schützen kann

Ebenso gilt zwar die Regel, nicht der höchste Punkt zu sein während eines Gewitters. Wer sich aber vor einem Blitzeinschlag schützen möchte, der sollte sich nicht unbedacht auf den Boden legen. Denn: Schlägt der Blitz in unmittelbarer Nähe ein, könnte der Strom über den Boden weitergeleitet werden. Ratsam ist es, in die Hocke zu gehen und die Beine dicht zusammen zu stellen. Gruppen von Menschen sollten sich voneinander trennen.

Skurril, aber wirksam: Wer vor einem Gewitter fliehen will, der sollte nicht wegrennen, sondern hüpfen. Denn auch wenn der Blitz mehrere Meter entfernt einschlägt, kann das ernste Folgen haben. Stehen die Füße beim Blitzeinschlag voneinander entfernt, besteht zwischen ihnen ein Spannungsunterschied und der Strom kann durch den Körper fließen. Experten raten dazu, sich mit geschlossenen Beinen aus dem Zentrum eines Gewitters zu entfernen.

Rubriklistenbild: © Fabian Sommer/dpa/Symbolbild

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