„Liquiditätskrise“

Wurst-Hersteller meldet Insolvenz an: Verschwindet die Kult-Marke nun aus den Regalen?

Die Halberstädter Würstchen- und Konservenvertriebs GmbH ist für ihre Brühwürste und Konserven noch heute bekannt.
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Die Halberstädter Würstchen- und Konservenvertriebs GmbH ist für ihre Brühwürste und Konserven noch heute bekannt.

Die Halko GmbH gehört zur Unternehmensgruppe der Halberstädter Würstchen- und Konservenfabrik GmbH Co. KG. Die hat jetzt Insolvenz angemeldet. Betroffen ist eine Kult-Wurst.

Hamm – Als Snack zwischendurch, als Beilage oder sogar beim Weihnachtsessen – das in diesem Jahr etwas teurer wird. Eine Wurst aus der Konserve ist vielseitig einsetzbar. Eine Kult-Marke musste nun aber Insolvenz anmelden: Die Halko GmbH ist der Produktionsbetrieb und gehört zur Unternehmensgruppe der Halberstädter Würstchen- und Konservenfabrik GmbH Co. KG und beschäftigt eigenen Angaben zufolge 57 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Gesamtunternehmen seien 164 beschäftigt, wie es in einer Mitteilung hieß. In der selbigen kündigte das Unternehmen, das als Erfinder der Dosenwurst gilt, auch die Insolvenz an. Doch es gibt eine gute Nachricht.

Halberstädter Würstchen- und Konservenfabrik insolvent: Betrieb soll weiterlaufen

Zwar bestehe eine „Liquiditätskrise infolge der aktuellen marktpolitischen Rahmenbedingungen“, hieß es in der Mitteilung des Unternehmens. Der Geschäftsbetrieb laufe aber uneingeschränkt weiter. Betriebliche Einschränkungen sind nicht zu erwarten, wie es hieß. Zuvor hatte die Magdeburger Volksstimme berichtet. Die zahlreichen eingangs erwähnten Beschäftigten der Kult-Marke müssen sich also zunächst offenbar keine Sorgen um ihren Job machen.

Das Unternehmen hatte 1896 als erstes weltweit Brühwürste in Konservendosen angeboten und blickt auf eine lange Unternehmensgeschichte zurück. Das Unternehmen wurde nach eigenen Angaben 1883 in Halberstadt (Sachsen-Anhalt) gegründet. „Der Unternehmer Friedrich Heine schaffte es 1896 mit der bis dahin eher regional bekannten Spezialität namens ‚Halberstädter Würstchen‘, den weltweiten Markt zu erschließen. Er verpackte erstmalig Würstchen in eine Konserve und sorgte damit für den unaufhaltsamen Aufstieg eines Klassikers“, heißt es. 1948 ging das Unternehmen in der DDR dann in sogenanntes Volkseigentum über und hieß bis zum Mauerfall „VEB Halberstädter Fleischwaren“.

Halberstädter Würstchen sollen nicht aus den Regalen verschwinden

„Mit der Übernahme 1992 durch die Unternehmerfamilie Nitsch wurde die lange Tradition der Marke Halberstädter fortgeführt und nach modernen Anforderungen weiterentwickelt“, schreibt das Unternehmen, das ich nun durch den Insolvenzantrag eine Sanierung verspricht – damit die Halberstädter Würstchen nicht aus den Regalen verschwinden.

Ein fast 100 Jahre alter Familienbetrieb ist zahlungsunfähig. Der Weltmarktführer für Schmiernippel aus Bielefeld (NRW) hat Insolvenz angemeldet. Wie es für Umeta weitergeht, weiß wa.de. (maho/dpa)

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