Inflation

Rezept-Klassiker im Check: Das Weihnachtsessen wird in diesem Jahr teurer

Uff: Das Weihnachtsessen wird 2023 teurer, dabei war der Gang in den Supermarkt im gesamten Jahr nicht unbedingt erfreulich. Rezept-Klassiker im Check.

Hamm - Was kochen Sie an Heiligabend und an Weihnachten? Haben Sie schon einen Plan oder sind Sie da eher spontan? Oder suchen Sie gerade panisch nach Rezepten? Fest steht aber schon jetzt: Das Weihnachtsessen 2023 wird teurer werden als in den Jahren zuvor.

Rezept-Klassiker im Check: So viel teurer wird das Weihnachtsessen in diesem Jahr

Die krassesten Preissprünge gibt es bei den Lebensmitteln, bei denen man es nicht vermutet hätte. Bestimmt haben Sie in diesem Jahr schon über Butter-Preise und Döner-Kosten gesprochen. Alles wird teurer, hört man oft. Doch die eigentlichen Meister im Preissteigern sind diese Produkte:

  • Zucker: plus 74,6 Prozent
  • Weizenmehl: plus 69,6 Prozent
  • Margarine: plus 50,8 Prozent
  • Wurst-Konserven: plus 34,6 Prozent

Für diese Zahlen hat die Verbraucherzentrale NRW die Preise der typischen Weihnachts-Zutaten von 2021 und 2023 verglichen. Seit dem Sommer 2021 sorgen Inflation und Krisen für weiter steigende Lebensmittelpreise. Die Daten stammen vom Statistischen Bundesamt und der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft.

Kochen an Weihnachten: Rezepte-Klassiker wie Würstchen und Rouladen sind deutlich teurer

Wer etwa Würstchen mit Kartoffelsalat machen möchte, muss mit durchschnittlich 9,13 Euro pro Kilo Würstchen aus der Dose rechnen. Das sind 34,6 Prozent mehr als 2021. Ähnlich teuer sind auch Kartoffeln, hier steigt der Preis um 33,8 Prozent. Die vegane Wurstalternative steigert sich im Preis noch relativ human um 15,2 Prozent, waren aber auch von Anfang an teurer als Fleisch. Sie liegen preislich im Schnitt bei 13,45 Euro pro Kilo.

Der höchste Kostenfaktor beim Raclette ist der Schnittkäse. Hier steigert sich der Preis um 38,9 Prozent, auch Paprika (29,3 Prozent), Pilze (21,9 Prozent) und Weißbrot (29,6 Prozent) sind teurer als vor Energiekrise und Kriegen.

Endlich wieder Weihnachten – die Top 10 der beliebtesten Plätzchen

Linzer Plätzchen mit Himbeermarmelade und Puderzucker auf Holzbrett
Kokosmakronen mit dunkler Schokolade
Zimtsterne mit Zuckerguss vor Tannenzweig
Aus hellem Teig werden auf einem Holztisch weihnachtliche Motive für Weihnachtsplätzchen ausgestochen
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Wer Rinderrouladen mit Rotkohl und Klößen machen möchte, hat die höchste Preissteigerung beim Apfelmus: Um 34,7 Prozent steigt der Preis. Die Rouladen kosten 18,2 Prozent mehr, der Kohl 29,5 Prozent und das Mehl für die Kartoffelklöße 30,1 Prozent.

Auch Plätzchenbacken ist 2023 teurer: Der Preis für Butter hat dabei den geringsten Steigerungsfaktor (12,6 Prozent). Vor allem bei Mehl (69,6 Prozent) und Zucker (74,6 Prozent) ziehen die Preise heftig an. Und auch die Preise für Margarine (50,8 Prozent) und Eier (22 Prozent) legen kräftig zu.

Einkaufen fürs Weihnachtsessen - der Vergleich zwischen Supermärkten lohnt sich

Wer für Weihnachten einkauft, sollte gut darauf achten, wohin er geht. Einfach zum Discounter zu gehen, funktioniert dabei nicht. Die Verbraucherzentrale NRW zeigt im Vergleich etwa, dass Blumenkohl, Butter und Sonnenblumenöl bei Aldi, Lidl und Co. teurer waren, als im normalen Supermarkt.

Der Vergleich vor Ort lohnt sich beim großen Weihnachtseinkauf: Fast alle Produkte kosten in verschiedenen Läden unterschiedlich viel, wie die Verbraucherzentrale NRW aufzeigt. „Wer gezielt einkauft und No-Name-Produkte wählt, kann den Geldbeutel schonen.“

Sie rät außerdem in den meisten Fällen zu den Eigenmarken im Supermarkt und Discounter zu greifen, außer die Markenprodukte sind im Sonderangebot. Die Stiftung Warentest hat die Qualität zwischen Marke und Eigenmarke verglichen und kaum Unterschiede gefunden.

Warum sind die Preise fürs Weihnachtsessen (und alle Lebensmittel) denn eigentlich höher? Obwohl die Inflationrate sinkt, bleiben die Lebensmittelpreise auf hohem Niveau. Dazu kommen versteckte Preiserhöhungen und höhere Kosten etwa für Energie, Import und Personal. Lebensmittel sind jetzt im Durchschnitt 27 Prozent teurer als noch 2021.

Rubriklistenbild: © Fischer-Bolz, Susanne

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