Hunderttausende Kunden betroffen

Folgen für Urlauber: FTI-Insolvenz betrifft auch Tochter-Unternehmen

Die Insolvenz des Reisekonzerns FTI Touristik betrifft zunehmend auch Tochterunternehmen. Das Unternehmen streicht weitere Reisen. Für Urlauber hat das Folgen.

Kassel – Die Insolvenz des Reisekonzerns FTI Touristik hat kurz vor dem Sommerbeginn für viele Urlauber einen Schock ausgelöst. Hunderttausende Kundinnen und Kunden waren von der Streichung aller Reisen betroffen. Einige Geschichten von enttäuschten Urlaubsabsagen gelangten seither an die Öffentlichkeit. So muss ein 8-Jähriger aus Welver wohl beispielsweise auf seine erste Flugreise in die Türkei verzichten. Nun sind weitere Tochtergesellschaften des Konzerns zahlungsunfähig.

Auch Tochter-Unternehmen von FTI-Insolvenz betroffen

Nach Big Xtra und 5vorFlug ist nun auch die Flight Trading GmbH insolvent. Das gab FTI Touristik in einer Mitteilung bekannt. Das soll laut dem Fachmagazin FVW Medien auch Folgen für Flugverbindungen von Airlines wie Eurowings, Sun Express und Condor haben.

Die Flight Trading GmbH hatte mit diesen Unternehmen Verträge für Flugkontingente und Charterflüge abgeschlossen. Bis zur offiziellen Insolvenzerklärung mussten die Partner der FTI-Tochter die Verträge einhalten. Nun dürfen die Airlines offiziell umplanen. Der finanzielle Schaden für die Fluggesellschaften ist noch unklar, aber die Auswirkungen werden wohl erheblich sein. Nach der FTI-Insolvenz sprachen Reisebüros bereits von „dramatischen Folgen“.

Die FTI-Pleite zieht einen immer größeren Schatten nach sich. (Archivbild)

Am 24. Juni reichten auch die Meeting Point Hotelmanagement Holding GmbH, die Dachgesellschaft der Hotelaktivitäten von FTI, sowie Meeting Point International GmbH eine Insolvenzanmeldung ein, wie das Unternehmen erklärt. Zwei Tage später beantragten die Schweizer Reiseveranstalter FTI Touristik AG und BigXtra Touristik AG die Eröffnung eines Konkursverfahrens.

Weitere Reisestreichungen nach FTI-Insolvenz

Nach der Absage aller Reisen, die über FTI Touristik GmbH, 5vorFlug und BigXtra Touristik GmbH mit einem Abreisedatum bis einschließlich Freitag, 5. Juli 2024 gebucht wurden, sowie Pauschalreisen ab dem 6. Juli, gibt es nun weitere Streichungen. Auch die über die FTI Touristik AG und BigXtra Touristik AG gebuchten Reisen ab dem 21. Juni werden abgesagt. Reisen, die über Yovages SAS gebucht wurden, können jedoch bis zum 31. August kostenlos storniert werden.

Rubriklistenbild: © Rene Ruprecht/dpa

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