Bußgelder bei Missachtung

Urlauber werden zur Kasse gebeten: Niederlande plant neue Maut-Autobahn

Grenzschild Niederlande
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In den Niederlanden soll künftig eine Maut her. Für Urlauber bedeutet das zusätzliche Kosten.

Die Niederlande bauen eine neue Autobahn, eine Maut soll die Kosten finanzieren. Urlauber müssen dann zahlen, sonst drohen Bußgelder.

Zevenaar – Jährlich fahren Millionen von Menschen mit dem Auto in den Urlaub, oft ist die Fahrt mit dem eigenen Fahrzeug günstiger als mit dem Zug oder dem Flugzeug. Doch ein nicht unerheblicher Kostenfaktor ist dabei oft die Maut, die für die jeweiligen Autobahnen verlangt wird. In Frankreich gab es sogar Betrug im Zusammenhang mit der Maut.

Wer künftig über die neue niederländische Autobahnbrücke bei Zevenaar fährt, greift tief in die Tasche. Das Nachbarland plant eine Mautpflicht für den neuen A15-Abschnitt – auch deutsche Autofahrer sind nicht ausgenommen.

Milliardenteures Autobahn-Projekt in den Niederlanden: Maut soll die Kosten tragen

Das Verkehrsministerium in Den Haag macht Ernst: Um die gewaltigen Baukosten von 2,5 Milliarden Euro für das Projekt „ViA15“ zu stemmen, führen die Niederlande Medienberichten zufolge auf der neuen A15-Verlängerung eine Mautgebühr ein. Der zwölf Kilometer lange Autobahnabschnitt zwischen Bemmel und Zevenaar soll 2031 fertiggestellt werden und beide Autobahnen A15 und A12 miteinander verbinden, eine zusätzliche Fahrspur soll bereits 2027 fertig sein.

Das Herzstück des Projekts bildet eine 2,6 Kilometer lange Brücke über den Pannerdenschen Kanal. Hier sollen Autofahrer künftig 1,51 Euro pro Fahrt zahlen, Lkw-Fahrer sogar 9,13 Euro. Für Anhänger oder Wohnwagen fallen keine zusätzlichen Kosten an. Die neue Verbindung soll eine direkte Route zwischen dem Rotterdamer Hafen und Deutschland schaffen und den Verkehr entlasten.

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Klassische Mautstationen wird es nicht geben. Stattdessen setzt das Nachbarland wie Kroatien auf ein elektronisches System namens e-TOL. Kameras erfassen die Kennzeichen, anschließend zahlen Autofahrer online oder über eine App. Das System kennen niederländische Autofahrer bereits vom Blankenburgtunnel bei Rotterdam oder dem Kiltunnel zwischen Dordrecht und ‚s-Gravendeel.

Auch Deutsche Grenzgänger von Maut in den Niederlanden betroffen

Das niederländische Verkehrsministerium gibt auf seiner Website bekannt: „Auch Fahrzeuge mit ausländischen Kennzeichen zahlen Maut.“ Heißt im Umkehrschluss: Auch deutsche Urlauber und Grenzgänger werden nicht um die Gebühren herumkommen. Zumindest all diejenigen, die den neuen Autobahnabschnitt benutzen wollen. Betroffen sind dann vor allem Reisende nach Rotterdam, Amsterdam oder Fahrten an die niederländische Küste.

Wie hoch die Kosten für deutsche Autofahrer an der Grenze in Zukunft sein werden, ist zudem noch unbekannt. Die Preise würden jährlich angepasst werden. „Ab 2026 erhöhen wir die Maut jährlich zum 1. Januar. Diese Preiserhöhung ist notwendig, da Geld jedes Jahr an Wert verliert“, heißt es vom Ministerium. (Quellen: via15, Niederländisches Verkehrsministerium, Ruhr24, RP) (phs).

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