Ausnahmen

Verwirrung um neue Regelung beim Restmüll: Wohin mit verschmutzten Altkleidern?

Die neue Regel für Restmüll sorgt für Verwirrung. Altkleider dürfen nicht mehr in der Restmülltonne entsorgt werden. Aber was, wenn sie stark verschmutzt oder zerschlissen sind?

Hamm – Die neue Regel beim Restmüll seit Jahresbeginn 2025 sorgt für Verwirrung. Sie besagt, dass Altkleider und generell Textilien nicht mehr in der Restmülltonne entsorgt werden dürfen. Wenn diese aber komplett zerschlissen und verdreckt sind, haben sie ja auch eigentlich nichts in den Altkleidercontainern verloren – oder doch? Verbraucher sollten etwas beachten.

Verwirrung um neue Restmüll-Regelung – wohin mit verschmutzten Altkleidern?

Für die Betreiber ist es derzeit nämlich so extrem aufwendig – bis zum Teil sogar unmöglich –, recycelbare Textilien von nicht mehr nutzbaren zu unterscheiden. „Aus diesem Grund sollten stark zerschlissene, verdreckte oder anderweitig kontaminierte Textilien weiterhin über die Restmülltonne entsorgt werden“, erklärt der Verband kommunaler Unternehmen (VKU).

Kommunen und Abfallwirtschaftsbetriebe sollten diese Qualitätsanforderungen in ihrer Abfallberatung und -satzung berücksichtigen, um Unsicherheiten bei der Abgabe von Alttextilien auszuräumen. Der VKU stellt daher klar: „Für die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland ändert sich durch die Getrenntsammlung also zunächst nichts.“

Altkleider-Verbot im Restmüll: Verbraucherzentrale sorgt für Aufklärung

Ähnliches hört man auch von der Verbraucherzentrale NRW. Umweltexperte Philip Heldt bestätigt ebenfalls, dass man „kaputte oder stark verschmutzte Altkleidung nach wie vor im Restmüll entsorgen“ könne. Die Verwirrung rund um ein angebliches Altkleider-Verbot im Restmüll kommt allerdings auch nicht von ungefähr.

Tatsächlich gilt seit 1. Januar eine neue Regelung in der EU, damit mehr Textilien recycelt oder weiterverwendet werden. Das geschieht – ähnlich auch wie bei der Verwendung von Streusalz-Alternativen – aus Gründen des Umweltschutzes. In Deutschland klappt das System mit Altkleider-Containern aber schon ganz gut – wenn die Kleidung dort hinein und nicht daneben geworfen wird. „Weil es für die Betreiber der Container aufwendig und teuer ist, sehr kaputte und verdreckte Textilien auszusortieren“, sollten Verbraucher die auch weiter in den Hausmüll werfen, heißt es von der Verbraucherzentrale.

Rubriklistenbild: © Arnulf Hettrich/Imago

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