Nachhaltigkeit

Aldi stellt Änderung für Filialen vor – Worauf sich Kunden jetzt einstellen können

Aldi revolutioniert das Design seiner Filialen und setzt künftig auf Holz. Eine nachhaltige Alternative, die nicht nur die CO₂-Bilanz verbessern soll.

Essen - Im Zuge des Klimaschutzes nimmt die Anzahl der in Deutschland aus Holz errichteten Gebäude stetig zu. Ein Beispiel dafür ist ein fast vollständig aus Holz bestehendes Haus in Hamm in NRW. Auch Supermärkte und Discounter engagieren sich zunehmend für Nachhaltigkeit, was sich in einer bedeutenden Ankündigung des Lebensmittelhändlers Aldi Nord mit Sitz in Essen widerspiegelt.

Aldi stellt Änderung der Filialen vor: Worauf sich Kunden jetzt einstellen können

Die Änderung betrifft das Design zukünftiger Filialen von Aldi Nord. Die bisherige dunkle Betonoptik weicht einer nachhaltigeren Alternative: Holz. Bei der Errichtung neuer, eigenständiger Märkte liegt der Schwerpunkt auf diesem Material. „Bäume sind ein nachwachsender und damit nachhaltiger Rohstoff“, erklärt Aldi auf seiner Webseite.

Insbesondere die tragenden Elemente der Filialen werden aus Holz gefertigt, was auch das Innendesign beeinflusst. Aldi strebt damit an, durch offene Decken und Dachbalken aus hellem Holz eine einladende Atmosphäre für Kunden zu schaffen. Doch die neue Bauweise dient nicht nur der Verbesserung der CO2-Bilanz.

Aldi setzt künftig auf mehr Holz beim Bau neuer Filialen

Die Holzbauteile werden im Voraus hergestellt und müssen auf der Baustelle lediglich montiert werden. Dies ermöglicht eine deutlich schnellere Errichtung der Filialen, erklärt Torsten Janke, Expansionschef von Aldi Nord, in der Lebensmittel Zeitung. „Wo das nicht möglich ist, beispielsweise aus statischen Gründen, passen wir uns an.“

Nicht nur Aldi Nord setzt beim Bau neuer Filialen auf Nachhaltigkeit

Auch Aldi Süd plant, in Zukunft stärker auf Nachhaltigkeit und damit auf Holz als Baustoff zu setzen. Bei der Errichtung der 2000. Filiale von Aldi Süd in Hamminkeln-Mehrhoog wurde sogar das Flachdach begrünt. Bei Aldi Nord sind rund 50 Filialen in der neuen Holzbauweise eröffnet worden oder befinden sich aktuell im Bau.

Ein weiterer Bestandteil des Konzepts ist eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach. Damit ist Aldi aber nicht allein. Discounter-Konkurrent Lidl hat bereits Filialen in der Holzbauweise eröffnet. Rewe setzt auf sogenannte Green Buildings mit Solaranlagen, Auffangbehältern für Regenwasser und ebenfalls Holz als Baumaterial.

Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) sieht in der Verwendung von Holz einen notwendigen Wandel im Bausektor. In einem Positionspapier betont die DGNB die positiven Eigenschaften von Holz: „Holz kann Kohlenstoff speichern und als nachwachsender Rohstoff andere Rohstoffe ersetzen.“ Es sei jedoch wichtig, dass das Holz mit dem darin gespeicherten Kohlenstoff so lange wie möglich in der Gebäudenutzung bleibt.

In diesem Zusammenhang spricht die DGNB von einer Nutzung von 50 Jahren und mehr in Gebäuden. „Dies gilt vor allem, wenn Holz als tragendes Bauteil besonders energieintensive Baustoffe wie Stahl oder Beton ersetzt – also in der Rohbaukonstruktion.“ Im Falle eines Rückbaus müsse gewährleistet werden, dass die Holzbestandteile weiterverwendet werden können. Zudem plant Aldi eine Änderung bei der Größe der Filialen und des Sortiments, von der Kunden profitieren sollen. Bekannt ist ja, dass Aldi Deutschland in Süd und Nord. Jetzt zeigt eine in NRW durchgeführte Studie: Die Preisunterschiede sind extrem. (kas)

Rubriklistenbild: © Manfred Segerer/imago

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