Lebensmittel-Gigant
Aldi plant Änderungen: Discounter will Filialen verkleinern und Preise senken
Der Discounter Aldi Nord setzt auf Wachstum und günstigere Preise. Aber auch die Filialen sollen künftig kleiner und das Sortiment reduziert werden. Ein Überblick.
Hamm - Aldi Nord zählt zu den größten Discountern in Nordrhein-Westfalen. Nun gibt es Änderungen bei dem Lebensmittel-Giganten. Aldi Nord will nämlich wieder auf Wachstumskurs gehen – und das in ganz Europa. Wie die Lebensmittel Zeitung (LZ) mit Verweis auf den Geschäftsführer Torsten Hufnagel berichtet, soll bis 2026 in ganz Europa die Zahl der Aldi-Filialen auf 6000 anwachsen. Damit gäbe es dann etwa 700 Filialen mehr als bislang.
Änderungen bei Aldi Nord: Discounter will Preise senken und Filialen verkleinern
So hätten Frankreich, Polen und Spanien das größte Potenzial für den Erfolg neuer Standorte. Für Deutschland stehe dagegen eine „Optimierung des Filialnetzes“ auf dem Programm.
Die Frage nach dem Ursprung des jüngsten Aufschwungs lässt sich auf die in den letzten Jahren abgeschlossenen Umstrukturierungen bei Aldi Nord zurückführen, so die LZ. Die erzielten Einsparungen sollen den Verbrauchern zugutekommen – in Form von günstigeren Preisen. Aldi Nord erklärt laut LZ: „Wir betreiben keine Ertragsoptimierung. Wir investieren in die Preise“.
Günstigere Preise der Waren – Filialen sollen kleiner werden
Auf die Frage von RTL, welche Produkte genau billiger werden sollen, gibt Aldi keine konkrete Antwort. Jedoch betont das Unternehmen: „Als Erfinder des Discounts und Preisführer steht Aldi Nord seit jeher für gute Qualität zum besten Preis. So haben wir 2023 mehr als 600 Artikel im Preis gesenkt.“ Im Mai und Juni wurden bereits einige Produkte, darunter Müsli und Kaffee, Grill- und Fleischartikel sowie einige Bioprodukte, günstiger angeboten. Möglicherweise könnten auch andere Märkte nachziehen, wenn Aldi weitere Produkte günstiger anbietet.
Um dies zu erreichen, plant Aldi Nord, sein Sortiment auf 1.800 Artikel zu reduzieren. Auch die optimale Größe der Filialen wurde festgelegt. Bisher waren die Filialen teilweise 1.100 oder 1.200 Quadratmeter groß. „Durch unsere langjährige Erfahrung haben wir gelernt, dass 1.000 Quadratmeter Verkaufsfläche eine ideale Größe für unsere Filialen darstellt. Unser Ziel ist es damit, den Kundinnen und Kunden einen schnellen und einfachen Einkauf zu bieten“, erklärt Aldi auf Anfrage von RTL.
Kunden von Aldi kennen die Konfitüre der Firma Stute aus NRW. Der Lebensmittelproduzent ist in wirtschaftliche Schieflage geraten und hat Antrag auf Insolvenz gestellt. Viele Parker bekommen auf einem Aldi-Parkplatz in NRW Knöllchen. Der Bürgermeister schaltet sich ein und fordert die Betroffenen auf, nicht zu zahlen.
Rubriklistenbild: © Rolf Vennenbernd