Nach Abschiebe-Razzien
Blendgranaten gegen Protestierende – Trumps Einwanderungspolitik eskaliert
Trumps Abschiebe-Razzien werden immer brutaler. Auf Proteste gegen die US-Einwanderungsbehörde reagiert die Polizei mit Schlagstöcken und Tränengas.
Los Angeles – Wer in diesen Tagen in Kalifornien Nachrichten konsumiert, kommt um folgende Bilder nicht herum: Karawanen von nicht gekennzeichneten Militärfahrzeugen und Transportern voller uniformierter Bundesbeamter, die im Rahmen von Donald Trumps Einwanderungskampagne etwa durch die Straßen von Los Angeles fahren, um vermeintlich rechtswidrig Migranten und deren US-amerikanische Unterstützer jagen.
Laut Medienberichten zwangen zunächst teils maskierte und bewaffnete US-Beamte in verschiedenen Teilen der Stadt Migranten mit Handschellen in nicht gekennzeichnete Fahrzeuge.
Abschiebungen in den USA: Polizisten in Kampfmontur gegen Demonstranten
CNS und andere lokale Medien berichteten, dass bei diesen Razzien dutzende Menschen in Gewahrsam genommen wurden – und dabei handelt es sich dabei allein um die jüngste einer Reihe solcher Razzien, die in mehreren Städten im Rahmen von Trumps umfassenden Maßnahmen gegen illegale Einwanderung durchgeführt wurden. Viele US-Amerikaner sind mit der harten Linie gegen Migration nicht einverstanden und demonstrieren gegen die Regierung. Trump reagiert mit Gewalt.
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In der Innenstadt von Los Angeles sind laut Central Western Daily behelmte Polizisten in Kampfmontur zu einer hitzigen Konfrontation mit Demonstranten ausgerückt. Auf einem Video von Reuters war zu sehen, wie Beamte des Los Angeles Police Department am Freitagabend in einer Straße im Stadtzentrum mit Schlagstöcken und scheinbar Tränengasgewehren bewaffnet auf einer Straße standen und sich den Demonstranten entgegenstellten, nachdem die Behörden die Protestierenden aufgefordert hatten, sich bei Einbruch der Dunkelheit zu zerstreuen.
Blendgranaten, Tränengas- und Pfefferspray: Trumps Einwanderungspolitik eskaliert
Zu Beginn der Auseinandersetzung sollen einige Demonstranten Betonbrocken auf die Beamten geworfen haben. Dem Sender ABC7 zufolge wurde eine größtenteils friedliche Protestdemonstration am Freitagnachmittag (Ortszeit) in der Innenstadt von Los Angeles von der Polizei aufgelöst. Dabei sei es zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizei sowie dem Einsatz von Blendgranaten gekommen. Die Polizei reagierte außerdem mit Tränengas- und Pfefferspraysalven. Ob es unmittelbar zu Festnahmen kam, ist laut Medienberichten unklar.
Infolge der Einwanderungspolitik von US-Präsident Donald Trump gingen die US-Behörden zuletzt verschärft gegen illegale Einwanderer vor. Die Sprecherin des US-Heimatschutzes, Yasmeen Pitts O‘Keefe, begründete die Razzien gegenüber der Zeitung Los Angeles Times mit Durchsuchungsbefehlen gegen Menschen, die illegale Einwanderer beherbergt hätten. Für Trump hat der Kampf gegen illegale Einwanderung oberste Priorität. Er sprach wiederholt von einer „Invasion“ der USA durch „Kriminelle aus dem Ausland“.
„Dieses Vorgehen sät Terror in unseren Gemeinden“ – LA-Bürgermeisterin gegen Trumps Razzien
Los Angeles Bürgermeisterin Karen Bass verurteilte das harte Vorgehen der Behörden scharf. „Als Bürgermeisterin einer stolzen Stadt mit vielen Einwanderern, die auf so vielfältige Weise zu unserer Stadt beitragen, bin ich zutiefst verärgert über die Geschehnisse“, erklärte sie. „Dieses Vorgehen sät Terror in unseren Gemeinden und zerstört die grundlegende Sicherheit unserer Stadt.“
Auch in New York wurden Einwanderer festgenommen: Eine AFP-Reporterin beobachtete, wie zwei Einwanderer in einem Gerichtsgebäude von US-Beamten in Zivil dazu gezwungen wurden, sich mit dem Gesicht nach unten auf den Boden zu legen und schließlich mit Handschellen abgeführt wurden. (lm)
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