Saubere Strände

Zandvoort kündigt Änderung an – und hat wichtigen Appell an Niederlande-Urlauber

Jedes Jahr lockt Zandvoort tausende Menschen ans Meer. Zurück bleibt viel Müll. Mit einer Kampagne richtet sich der Ort in den Niederlanden an die Urlauber.

Hamm - Mal abgesehen vom Rennen der Formel 1 im August, lockt die Stadt Zandvoort in den Niederlanden jedes Jahr tausende Besucher an, um sich an der Nordsee zu entspannen. Auch für viele Deutsche ist der kurze Weg ans Meer zu unserem Nachbar ein beliebtes Ausflugsziel. Die Spuren vom großen Tourismusandrang sind am Küstenort allerdings sichtbar – und Zandvoort hat jetzt reagiert. Vor Ort wurden bereits Kameras installiert, die die Besucher in der Nähe des beliebten Badestrands beobachten. Jetzt folgen weitere Maßnahmen.

Zandvoort kündigt Änderung an - wichtiger Appell an alle Urlauber

Es ist ein erster Platz, auf den die Gemeinde Zandvoort hätte verzichten können. Beim jährlichen Beach Clean Up – bei dem die gesamte Nordseeküste von Freiwilligen gereinigt wird – wurde im Jahr 2023 der meiste Müll am Strand von Zandvoort gefunden. Insgesamt 929 Kilogramm sammelten die Saubermacher. Dazu kamen mit 6.366 auch die meisten Zigarettenkippen. Das offensichtliche Problem: Müll am Strand ist einerseits kein schöner Anblick. Andererseits hat Abfall im Wasser auch negative Folgen für die Natur. Beispielsweise kann eine Zigarettenkippe 8 Liter Wasser verunreinigen. 

Um den Strand sauber zu halten, appelliert die Gemeinde nun an die Besucher, wird aber auch selbst aktiv und startet im Juli die Kampagne „Saubere Strände“.

Diese sieht folgende Maßnahmen vor:

  • Aufrufe über soziale Medien und Nachrichten an Besucher
  • Aufhängen von Plakaten
  • Einsatz von „Clean Teams“
  • Unterstützung verschiedener lokaler Initiativen
  • Bereitstellung von leuchtend grüner Abfallbehälter
  • Getrennte Abfallsammlung an einigen Standorten
  • verschiedene Aktionstage

Die Menschen sollen auf die Folgen von Müll am Strand aufmerksam gemacht und dazu ermutigt werden, ihren eigenen Müll einzusammeln. Sogenannte „Clean Teams“ sprechen mit den Strandbesuchern, verteilen Müllsäcke und räumen den Abfall selbst auf. Das Ziel: Der Müll soll am Strand reduziert werden. Frei nach dem Motto: Weniger Müll, weniger Arbeit für die kommunalen Dienste, mehr Schutz der Natur und Tiere und mehr Wohlfühloase für die Besucher.

Kampagne läuft in der Hochsaison

Um die Umwelt sauber zu halten, sollen die Menschen so wenig wie möglich an Einwegplastik mitnehmen. Zudem gibt es an den meisten Strandzugängen Pfosten mit Müllsäcken. Mancherorts kann man auch kostenlos einen Taschenaschenbecher mitnehmen, in dem man seine Zigarettenkippen aufbewahren kann. Diesen können nach dem Strandbesuch mit nach Hause genommen werden. Die Kampagne läuft von Juli bis August – also in der Hochsaison. Und dann soll Zandvoort bald schon nicht mehr ganz oben stehen in Sachen Müllverursachung.

Bekannterweise sind Nordrhein-Westfalen und die Niederlande Nachbarn. Die Verbindung beider Länder dürfte aber nirgendwo so greifbar wie in Suderwick sein. Mit einem Schritt gelangt man über die Grenze. Etwas anders sah es in den Orten Selfkant und Elten aus NRW aus. Beide gehörten einst zu den Niederlanden. 14 Jahre lang waren die rund 10.000 Menschen in Selfkant und Elten Einwohner des Königreichs der Niederlande. 

Rubriklistenbild: © IMAGO/Mario Hösel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare