Starttermin noch offen

Streik im ÖPNV in NRW: DSW21 in Dortmund bleibt vorerst verschont

Kein Bus, keine Stadtbahn: In Dortmund drohte ein großer Streik im ÖPNV. Doch Pendler und Schüler haben Glück – vorerst. Bei den DSW21 steht zunächst kein Streik an.

Update vom 16. April, 9.34 Uhr: Die Tarifverhandlungen im öffentlichen Nahverkehr in NRW sind gescheitert. Am Dienstag gehen die Streiks weiter, ab Mittwoch können Pendler aber aufatmen – auch in Dortmund. „Nach intensiven Verhandlungen haben wir dem Schlichtungsvorschlag der Arbeitgeber schweren Herzens zugestimmt. Damit werden die Streikmaßnahmen ab Mittwoch ausgesetzt“, erklärte Verhandlungsführer Heinz Rech.

Die Streikmaßnahmen werden ab Mittwoch und für die Zeit der Schlichtung ausgesetzt. Das Schlichtungsverfahren soll in den kommenden Tagen auf den Weg gebracht werden.

Chaos zum BVB-Spiel? In Dortmund droht Streik bei Bus und Bahn

Die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im NRW-Nahverkehr sind in der Nacht zu Dienstag ohne Ergebnis beendet worden. Weil Verdi einem Schlichtungsverfahren zustimmte, kommen auf ÖPNV-Nutzer aber vorerst keine weiteren Streiks zu, wie die Gewerkschaft am Dienstag mitteilte. „Nach intensiven Verhandlungen haben wir dem Schlichtungsvorschlag der Arbeitgeber schweren Herzens zugestimmt. Damit werden die Streikmaßnahmen ab Mittwoch ausgesetzt“, erklärte Verhandlungsführer Heinz Rech laut Mitteilung.

[Erstmeldung] Dortmund - Dortmund ist eine der größten Städte von Nordrhein-Westfalen. Wer hier kein Auto hat und ungünstig wohnt, ist auf Bus oder Stadtbahn angewiesen. Der Weg zur Arbeit oder Schule könnte für zigtausende Kunden der Dortmunder Stadtwerke (DSW21) sehr bald sehr unangenehm werden, denn im Nahverkehr droht mehr denn je ein unbefristeter Streik.

  • Was? Streik bei Bussen und Bahnen
  • Wo? Dortmund, DSW21
  • Wann? Termin steht noch nicht fest

Keine Busse, keinen Bahnen: Dortmunder DSW21 droht unbefristeter Streik

Am Mittwoch, 10. April, verkündete die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi das Ergebnis ihrer Urabstimmung: 97 Prozent der abstimmenden Mitglieder unter den etwa 30.000 Beschäftigten in den kommunalen Verkehrsbetrieben von NRW sprachen sich für einen unbefristeten Arbeitskampf aus. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur von Donnerstag, 11. April, plant Verdi NRW den kompletten ÖPNV in NRW zu bestreiken, allerdings nicht immer zeitgleich.

Wenige Tage später kam dann die erste Ankündigung: Am Montag, 15. April, gehen in ersten NRW-Städten die Streiks los. Dortmund war zunächst nicht dabei. Auch die Anreise der BVB-Fans zum Champions-League-Rückspiel gegen Atletico Madrid ist nicht gefährdet: Für Dienstag, 16. April, ist kein Streik in Dortmund vorgesehen, dafür an anderen Orten in NRW.

Unbefristeter Streit im ÖPNV in Dortmund: Starttermin noch offen

Ein Streik, zumal ein unbefristeter, wäre ein harter Schlag für viele Pendler und Schüler in Dortmund. Sämtliche Bus- und Stadtbahn-Linien – Letztere sind im Innenstadtbereich als U-Bahn unterwegs – würden dann nicht fahren. Auf den Straßen würde es voll werden, besonders an den vielen Stellen in Dortmund, an denen aktuell Bauarbeiten stattfinden. Bei den zurückliegenden Arbeitsniederlegungen gab es jedoch bei einigen Bussen Ausnahmen.

Ein unbefristeter Streik könnte aber noch abgewendet werden, wenn der kommunale Arbeitgeberverband (KAV) NRW auf die Forderungen von Verdi für die Beschäftigten des ÖPNV eingeht. Schon am Tag nach der Verkündung des Urabstimmungsergebnisses unterbreitete die Arbeitgeberseite Verdi ein verbessertes Angebot. Das sieht unter anderem bis zu vier zusätzliche freie Tage für bestimmte Beschäftigtengruppen vor.

Damit werde auf die von den Gewerkschaften erhobene Hauptforderung nach Entlastungstagen in weitreichendem Umfang eingegangen, hieß es. Die Forderungen von Verdi für die Beschäftigten des ÖPNV lauten:

  • Entlastungstage für alle Beschäftigten im ÖPNV
  • Identischer Ort für Arbeitsbeginn und -ende
  • Zulage ab dem ersten Tag bei vorübergehender Übertragung höherwertiger Tätigkeiten
  • Schicht- und Wechselschichtzulage für den Fahrdienst
  • 100 Prozent Jahressonderzahlung
  • Überstunden ab der ersten Minute und in der individuellen Stufe ohne Abzug
  • Zulage für Vorhandwerker, Gruppenführer, Teamleiter nach individueller Stufe

Auch Verdi sei verhandlungsbereit und wolle eine Lösung am Verhandlungstisch suchen, sagte Büddicker. Die Gewerkschaft hatte die Verhandlungen zum Manteltarifvertrag für die Beschäftigten in den kommunalen Verkehrsbetrieben nach der dritten Runde Mitte März für gescheitert erklärt und zu der Urabstimmung über unbefristete Streiks aufgerufen.

Rubriklistenbild: © Snowfield Photography/Imago

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