ÖPNV

Keine Busse, keine Bahnen: Verdi gibt weitere Streik-Städte in NRW bekannt

Die ersten Verkehrsbetriebe in NRW haben am Montag die Arbeit niedergelegt. Auch am Dienstag werden Bus und Bahn in einigen Städten bestreikt.

Bochum - Der Streik im ÖPNV in Nordrhein-Westfalen ist am Montag in die nächste Runde gestartet. Mit dem Beginn der Frühschicht legten Mitarbeiter der Rheinbahn in Düsseldorf, SWK mobil in Krefeld und die Bogestra in Bochum an ausgewählten Betriebshöfen die Arbeit nieder. Doch das war noch nicht alles.

Keine Busse, keine Bahnen: Verdi gibt weitere Streik-Städte in NRW bekannt

Während in Dortmund die nächste Verhandlungsrunde mit den Arbeitgebern startete, gab Verdi die nächsten Streik-Städte bekannt. Die Gewerkschaft ruft die Beschäftigten weiterer Betriebshöfe in NRW auf, am Dienstag, 16. April 2024, bis zum Ende der Spätschicht ihre Arbeit niederzulegen.

Auf verschiedenen Bus- und Straßenbahnlinien ist mit Ausfällen und Verspätungen zu rechnen. Die Streikmaßnahmen betreffen Geilenkirchen (Westverkehr), den Rhein-Erft-Kreis (REVG), Mönchengladbach und Viersen (NEW mobil), Gelsenkirchen (Bogestra), Essen (Ruhrbahn), Lüdenscheid und Plettenberg (MVG) sowie Bielefeld (mobiel) und Gütersloh (Stadtbus Gütersloh).

Streik im ÖPNV in NRW: „Fahrten von Privatunternehmern finden statt“

Der Bielefelder Verkehrsbetrieb teilt mit, dass der Streik demnach von 4 Uhr am Dienstagmorgen bis 4 Uhr am Mittwochmorgen anhält. Es werden keine Stadtbahnen und keine Busse von moBiel fahren. Auch „meinAnton“, der abrufbare Kleinbus ist vom Streik betroffen. Allerdings: „Die Fahrten von Privatunternehmern finden statt“, heißt es.

Nach Angaben von Verdi hatten sich 97 Prozent der befragten Mitglieder in NRW zuletzt mit einer deutlichen Mehrheit für den Erzwingungsstreik ausgesprochen. Mit den Streikmaßnahmen solle der Druck auf die Arbeitgeber aufrechterhalten werden.

Gewerkschaft Verdi fordert Entlastung und Sonderzahlungen

„Mit sogenannten Wirkungsstreiks wollen wir den wirtschaftlichen Druck auf die Arbeitgeber aufrechterhalten. Unsere nadelstichartigen Streikmaßnahmen gelten nicht den Fahrgästen, sondern den Unternehmen“, betonte Verhandlungsführer Heinz Rech. „Viele der Beschäftigten schieben angehäufte Überstunden vor sich her, die wegen des Personalmangels und Krankenständen von bis zu 20 Prozent nicht abgebaut werden können.“ Der Gewerkschaft gehe es deshalb um dringende Entlastung und eine Attraktivitätssteigerung, um auch mit Blick auf die Verkehrswende neues Personal für den öffentlichen Nahverkehr in Nordrhein-Westfalen gewinnen zu können.

Diese Forderungen stellt Verdi für die rund 30.000 Beschäftigten im kommunalen Nahverkehr in NRW:

  • Entlastungstage für alle Beschäftigten im ÖPNV
  • Identischer Ort für Arbeitsbeginn und -ende
  • Zulage ab dem 1. Tag bei vorübergehender Übertragung höherwertiger Tätigkeiten
  • Schicht- und Wechselschichtzulage für den Fahrdienst
  • 100 Prozent Jahressonderzahlung
  • Überstunden ab der 1. Minute und in der individuellen Stufe ohne Abzug
  • Zulage für Vorhandwerker/Gruppenführer/Teamleiter nach individueller Stufe

Rubriklistenbild: © IMAGO/Snowfield Photography

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